Das japanische Metaplanet setzt seit über einem Jahr konsequent auf Bitcoin (BTC). Trotz der Erfolge der Digitalwährung im vergangenen Jahr steht die Aktie stark unter Druck. Dadurch entsteht nun eine beunruhigende Entwicklung, die Investoren weltweit aufschreckt.
Börsenwert unter Bitcoin-Reserven
Die gesamte Marktkapitalisierung von Metaplanet, gelistet an der Tokyo Stock Exchange (TSE), ist inzwischen geringer als der Gesamtwert der Bitcoin-Bestände des Unternehmens. Zum Zeitpunkt des Schreibens hält das japanische Unternehmen 30.823 Bitcoin. Beim aktuellen Kurs von 112.150 Dollar entspricht das einem Wert von rund 3,46 Milliarden Dollar.
Bloomberg berichtete jedoch, dass der Unternehmenswert, also die Gesamtbewertung inklusive Schulden, heute nur dem 0,99‑Fachen des Werts der Bitcoin-Reserven entsprach.
Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Setzt sich dieser Trend fort, könnte das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Metaplanet hat nämlich Schulden aufgenommen, um frühere BTC-Käufe zu finanzieren.
Die Bilanz von Metaplanet besteht größtenteils aus Bitcoin. Wenn der Preis von BTC beispielsweise um zwanzig Prozent fällt, sinkt auch der Buchwert der Vermögenswerte um zwanzig Prozent. Dadurch wird das Unternehmen auf dem Papier sofort ärmer. Die Schulden (ausstehende Anleihen oder Kredite) bewegen sich jedoch nicht mit dem Kurs. Das kann am Ende in eine Abwärtsspirale münden. Im schlimmsten Fall könnte Metaplanet gezwungen sein, einen Teil seiner Bitcoin-Bestände zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen.
Aktie um 73,5 Prozent eingebrochen
In den vergangenen Monaten befand sich die Metaplanet-Aktie in einem klaren Abwärtstrend. Seit Juni ist sie um ganze 73,5 Prozent gefallen. Dieser Kurssturz steht offenbar in engem Zusammenhang mit Sorgen vor Verwässerung.

Metaplanet hat Pläne angekündigt, große Mengen neuer Aktien auszugeben, vor allem mit Fokus auf internationale Investoren. Im September sammelte das Unternehmen noch 1,4 Milliarden Dollar ein.
Metaplanet in der Liste der größten BTC-Halter
Metaplanet liegt inzwischen auf Platz vier in der Liste der börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Reserven. Strategy von Michael Saylor führt die Liste an und hält 640.250 BTC im Wert von 71,8 Milliarden Dollar. Insgesamt halten 205 börsennotierte Unternehmen zusammen mehr als 1,045 Millionen Bitcoin. Das entspricht gut 5,25 Prozent des zirkulierenden Gesamtangebots.
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