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Apple hat im vergangenen Quartal mehr Umsatz erzielt als erwartet, dennoch verlor die Aktie nach Vorlage der Zahlen im nachbörslichen Handel rund 3,8 Prozent. Der Grund liegt nicht in der Gesamtsumme, sondern in der Zusammensetzung: Ausgerechnet die Bereiche, an denen Anleger die Zukunft von Apple festmachen, blieben hinter den Erwartungen zurück.
Der Gesamtumsatz lag bei 109,4 Milliarden Dollar (rund 94 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt mit 108,9 Milliarden Dollar gerechnet; ein kleiner positiver Effekt.
Das iPhone, nach wie vor das Rückgrat des Konzerns, kam auf 54,3 Milliarden Dollar Umsatz, erwartet worden waren 53,6 Milliarden Dollar. Der Mac überraschte deutlich: 10,4 Milliarden Dollar Umsatz standen einer Schätzung von 8,6 Milliarden Dollar gegenüber, der mit Abstand größte Ausreißer des Quartals. Auch die Bruttomarge lag etwas über dem, was die Wall Street sehen wollte.
Der Schwachpunkt heißt Services. Die Dienstleistungssparte (App Store, iCloud, Abonnements) erzielte 30,7 Milliarden Dollar Umsatz, während Analysten mit 31,4 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Das wirkt wie eine kleine Differenz. Für Anleger ist Services jedoch der Beleg dafür, dass Apple mehr ist als ein Hardwarekonzern: Es ist die Sparte mit den höchsten Margen und dem Abo-Modell, das die Bewertung stützt. Eine Enttäuschung gerade dort wiegt schwerer als ein positiver Ausreißer bei der Hardware.
Hinzu kam China: Der Umsatz in der Region Greater China blieb unter dem Konsens. Das berührt die zweite große Sorge der Anleger bei Apple: ob der Konzern seine Stellung im wichtigsten Wachstumsmarkt gegen lokale Wettbewerber behaupten kann.
Auch das iPad verfehlte die Erwartungen, die Kategorie Wearables und Zubehör lag mit 7,9 Milliarden Dollar exakt im Rahmen der Schätzungen. Unterm Strich ist es ein gemischter Bericht: Die starken Bereiche (iPhone, Mac) liegen dort, wo sie Bewertungszweifel weniger ausräumen, die schwachen Bereiche (Services, China) treffen genau die neuralgischen Punkte.
Die Reaktion auf die Quartalszahlen passt zum Bild dieser Berichtssaison. An der Wall Street genügt ein kleiner positiver Effekt nicht mehr. Unternehmen werden erst belohnt, wenn sie die Erwartungen klar übertreffen und zugleich einen starken Ausblick liefern. Microsoft und Amazon verzeichneten Kursgewinne, weil ihre Cloud-Sparten weiter kräftig wachsen. Apple verlor trotz Umsatzplus gegenüber den Erwartungen dagegen an Boden.
Entscheidend sind die Bereiche, auf die Anleger besonders achten. iPhone und Mac schnitten besser ab als erwartet, doch das Wachstum der margenstarken Dienstleistungssparte blieb zurück. Auch der Umsatz in China enttäuschte. Genau das waren die Schwachstellen, die der Markt bereits im Vorfeld im Blick hatte.
Hinzu kommt, dass Apple wegen des KI-Wettlaufs besonders genau beobachtet wird. Während Konkurrenten wie Microsoft, Amazon und Meta Milliarden investieren und zunehmend sichtbar von KI profitieren, wartet der Markt bei Apple weiter auf eine überzeugende Wachstumsperspektive. Gerade deshalb wiegen Enttäuschungen bei Services und in China schwerer als positive Überraschungen bei der Hardware.
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