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Immer mehr Amerikaner bezahlen experimentelle Peptide aus China mit Bitcoin (BTC) und Stablecoins. Das zeigt eine Analyse von Bloomberg.
Banken und Kreditkartenanbieter blockieren Zahlungen an zahlreiche Peptidverkäufer zunehmend häufiger. Verbraucher weichen deshalb auf Kryptowährungen aus, um ihre Bestellungen dennoch bezahlen zu können.
Auffällig ist, dass inzwischen auch Menschen, die bislang kaum Berührung mit Krypto hatten, ein Konto bei einer Kryptobörse eröffnen. Nicht zum Investieren, sondern um eine Bestellung zu bezahlen.
Peptide sind kurze Ketten von Aminosäuren, die unter anderem für Gewichtsverlust, Muskelaufbau und Hautverjüngung beworben werden. Viele dieser Produkte sind jedoch ausschließlich für Forschungszwecke vorgesehen und bewegen sich rechtlich in einer Grauzone. Häufig sind sie zudem nicht für die Anwendung durch Verbraucher zugelassen.
Nach Angaben von Bloomberg haben Banken und Kreditkartenanbieter ihre Kontrollen bei Zahlungen an Peptidverkäufer in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Grund dafür sind regulatorische Bedenken und mögliche Gesundheitsrisiken.
Viele Anbieter sind deshalb auf Kryptozahlungen umgestiegen. Einige chinesische Händler akzeptieren inzwischen ausschließlich Bitcoin oder Stablecoins. Für Verbraucher, die solche Produkte bestellen wollen, ist Krypto damit oft die einzige verfügbare Zahlungsmethode.
Bloomberg zufolge eröffnen immer mehr Amerikaner ein Konto bei der Kryptobörse Coinbase, um Peptide aus China bestellen zu können. Für viele von ihnen ist es der erste Kontakt mit Krypto.
Bitcoin wird in diesem Fall nicht als Anlage gekauft, sondern ausschließlich zur Abwicklung einer internationalen Zahlung. Damit übernimmt die digitale Währung eine praktische Funktion, wenn klassische Zahlungsmethoden nicht mehr zur Verfügung stehen.
Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis sieht diese Verschiebung klar in den Daten. Verkäufer von Peptiden erhielten im ersten Quartal 2026 rund 32 Millionen Dollar an Zahlungen in digitalen Währungen. Das entspricht einem Anstieg von 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Hält dieses Wachstum an, könnte der Jahresumsatz aus Kryptozahlungen auf mehr als 100 Millionen Dollar steigen.
Auch das Analysehaus TRM Labs beobachtet dieselbe Entwicklung. Dem Unternehmen zufolge erhielten chinesische Chemiehersteller, die Peptide verkaufen, im Jahr 2025 schätzungsweise 41,4 Millionen Dollar an Zahlungen in digitalen Währungen.
Nach Einschätzung der Forscher unterscheidet sich dieser Markt deutlich von der Silk-Road-Ära, als Bitcoin vor allem für den Handel mit illegalen Produkten genutzt wurde. Die heutigen Käufer sind überwiegend Verbraucher, die Wellness- und Gesundheitsprodukte bei ausländischen Anbietern bestellen – trotz der rechtlichen und medizinischen Unsicherheit, die viele dieser Produkte umgibt.
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