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Die Airbnb-Aktie sprang am Freitag um 16 Prozent auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Grund war nicht nur ein starker Quartalsbericht. Anleger reagierten vor allem auf etwas, worauf der Markt seit Monaten wartet: konkrete Belege dafür, dass KI tatsächlich die Profitabilität steigert.

CEO Brian Chesky bezeichnete KI in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen als das Beste, was Airbnb je passiert sei. Diesmal blieb es nicht bei großen Worten. Airbnb legte auch Zahlen vor.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar. Damit übertraf Airbnb die Erwartungen der Wall Street. Der Gewinn je Aktie legte auf 1,37 Dollar zu, nach 1,03 Dollar im Vorjahr.
Auch das zugrunde liegende Wachstum fiel stark aus. Der Bruttobuchungswert stieg um 16 Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen und Plätze wuchs um 10 Prozent auf 148,3 Millionen. Zudem hob Airbnb die Prognose für den Jahresumsatz auf mindestens ein Wachstum im mittleren Zehnerprozentbereich an.
Am auffälligsten waren jedoch die KI-Zahlen. Die Kosten für den Kundenservice je Buchung sanken um 16 Prozent. Der KI-Assistent von Airbnb löst inzwischen knapp 45 Prozent der Kundenanliegen ohne menschliche Unterstützung.
Chesky erklärte zudem, KI habe die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung um 60 Prozent verkürzt. Das Unternehmen brachte fast 80 Prozent mehr neue Funktionen heraus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Genau solche Belege wollen Anleger sehen.
In den vergangenen Jahren steckten große Techkonzerne Hunderte Milliarden in KI. Doch Anleger fragten zunehmend, wo die Rendite bleibt.
Airbnb liefert nun eine klare Antwort: niedrigere Kosten, schnellere Produktentwicklung und höhere Profitabilität. Das Unternehmen hob die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge auf mindestens 35,5 Prozent an.
Damit wird Airbnb in der breiteren KI-Debatte plötzlich zu einem Referenzfall. Nicht weil das Unternehmen selbst Chips produziert oder riesige Rechenzentren baut, sondern weil es zeigt, wie KI unmittelbar im operativen Geschäft wirksam werden kann.
Neben KI hatte Airbnb noch eine zweite starke Wachstumsstory. Hotelübernachtungen auf der Plattform wachsen etwa dreimal so schnell wie die Vermietung von Wohnungen. Noch wichtiger ist, dass rund 35 Prozent der neuen Hotelgäste später zurückkehren, um eine Unterkunft zu buchen.
Hotels wirken damit nicht wie eine Bedrohung für das Kerngeschäft, sondern eher wie ein Zugang zu neuen Kunden. Auch die Wachstumsmärkte entwickelten sich stark. Sie wuchsen etwa doppelt so schnell wie die Kernmärkte. Das Wachstum bei den Neukunden beschleunigte sich auf 11 Prozent.
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