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Jim Cramer zeigt sich erneut optimistisch für Palantir. Der bekannte Moderator der CNBC-Sendung „Mad Money“ bekräftigte am Donnerstag sein Kursziel von 250 Dollar für die Aktie. Ausgehend vom jüngsten Kurs von rund 175 Dollar entspricht das einem Kurspotenzial von gut 40 Prozent.

Das klingt spektakulär. Bei Cramer ist allerdings immer Vorsicht geboten. Seine Prognosen sind berüchtigt: Mal liegt er erstaunlich richtig, mal deutlich daneben. Nicht umsonst kursiert an der Wall Street der Begriff „Inverse Cramer“ – also die Idee, genau das Gegenteil von dem zu tun, was er empfiehlt.

Warum Palantir so gefragt bleibt

Der Optimismus rund um Palantir hängt vor allem mit künstlicher Intelligenz zusammen. Das Unternehmen liefert Software, mit der Behörden und Unternehmen große Datenmengen auswerten und für Entscheidungen nutzen können. In einer Welt, in der KI immer wichtiger wird, passt Palantir genau in das Umfeld von Verteidigung, Sicherheit, Infrastruktur und staatlich geprägter Technologie.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhält derzeit das Thema „souveräne KI“. Gemeint sind KI-Systeme, die Staaten oder Behörden auf eigener Infrastruktur betreiben wollen, statt vollständig von ausländischen Cloud-Anbietern abhängig zu sein.

Genau dort zählt Palantir zu den starken Anbietern. UBS und D.A. Davidson haben ihre Kursziele zuletzt jeweils auf 250 Dollar angehoben. Sie verweisen unter anderem auf die hohe Nachfrage nach AIPCon11, Palantirs Kundenveranstaltung, sowie auf eine neue Zusammenarbeit mit Nvidia bei Software für Lieferketten.

Auch die Zahlen stützen die These. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Palantir auf 1,94 Milliarden Dollar, ein Plus von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wall Street wird optimistischer, aber nicht euphorisch

Dennoch fällt der Konsens weniger optimistisch aus als bei Cramer. Laut TipRanks liegt das durchschnittliche Kursziel von 23 Analysten bei rund 202 Dollar. Das liegt über dem aktuellen Kurs, aber deutlich unter den 250 Dollar von Cramer, UBS und D.A. Davidson.

Siebzehn Analysten raten zum Kauf, vier empfehlen Halten und zwei zum Verkauf. Die Spanne ist groß. Das niedrigste Kursziel liegt bei 80 Dollar und damit bei weniger als der Hälfte des aktuellen Kurses. Das zeigt, wie uneins Anleger bei der Bewertung sind.

Die Bewertung ist das Risiko

Palantir wird derzeit mit etwa dem 149-Fachen des Gewinns der vergangenen zwölf Monate gehandelt. Das ist extrem teuer.

Wer die Aktie kauft, bezahlt also nicht für die heutigen Gewinne, sondern für die Wachstumsstory der kommenden Jahre. Das kann funktionieren, solange Palantir stark wächst und die Ausgaben für KI weiter steigen. Lässt das Wachstum jedoch nach, wird eine solche Bewertung anfällig.

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