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Der weltweite KI-Wettlauf sorgt weiter für einen enormen Bedarf an Chips. TSMC, der wichtigste Auftragsfertiger für Unternehmen wie Nvidia und Apple, steigerte seinen Umsatz im Juli gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent.
Die Zahlen sind für Anleger wichtig, weil zuletzt die Zweifel an den hunderte Milliarden Dollar schweren Investitionen der Technologiekonzerne in KI-Infrastruktur zugenommen haben. Bei TSMC ist von einem spürbaren Nachfragerückgang bislang kaum etwas zu sehen.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) profitiert weiter stark vom globalen KI-Wettlauf. Der Chipkonzern erzielte im Juli einen Umsatz von 467,58 Milliarden Taiwan-Dollar, umgerechnet rund 12,5 Milliarden Euro. Das sind 45 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres.
Analysten rechnen damit, dass das hohe Wachstum vorerst anhält. Für das gesamte laufende Quartal erwarten sie im Schnitt einen Umsatzanstieg von 46,8 Prozent.
TSMC spielt in der globalen Chipindustrie eine Schlüsselrolle. Das taiwanische Unternehmen entwickelt viele der bekanntesten Chips nicht selbst, sondern fertigt sie für große Technologiekonzerne. Nvidia und Apple zählen zu den wichtigsten Kunden.
Vor allem die stark steigende Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Rechenzentren treibt das Wachstum. Je mehr Technologiekonzerne in künstliche Intelligenz und die dafür nötige Infrastruktur investieren, desto stärker steigt auch der Bedarf an Produktionskapazitäten von TSMC.
Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass diese Entwicklung bald endet. Im vergangenen Monat hob TSMC seine Prognosen für Umsatz und Investitionen an. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Chipfertiger auf Dollarbasis mit einem Umsatzwachstum von etwas mehr als 40 Prozent.
Der Chipfertiger erwartet zudem, dass die starke Nachfrage nach KI-Chips bis 2027 und darüber hinaus anhält. Um ausreichend Produktionskapazitäten bereitzustellen, nimmt das Unternehmen Rekordsummen in die Hand.
TSMC will in diesem Jahr zwischen 60 und 64 Milliarden Dollar investieren. Noch nie hat das Unternehmen innerhalb eines Jahres so viel Geld für den Ausbau ausgegeben.
Diese Investitionen fallen in eine Phase, in der Anleger den KI-Boom zunehmend kritischer betrachten. Die Bewertungen von Technologieunternehmen gerieten im Juli unter Druck, weil Sorgen über mögliche Überkapazitäten bei Rechenzentren aufkamen.
Zugleich wächst die Frage, ob die enormen Investitionen in KI am Ende ausreichende Renditen abwerfen. Der Kurs von TSMC liegt inzwischen rund fünf Prozent unter dem Höchststand von Ende Juni.
Auf Sicht des Gesamtjahres 2026 zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn weiterhin mehr als 50 Prozent im Plus.
Die Investitionspläne der größten US-Technologiekonzerne deuten vorerst nicht auf eine Abkühlung hin.
Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon haben zusammen fast 2,4 Billionen Dollar an künftigen Verpflichtungen und Investitionsplänen rund um KI angekündigt. Ein großer Teil davon fließt in Rechenzentren und in die Infrastruktur, die zum Trainieren und Betreiben von KI-Modellen benötigt wird.
Dafür werden enorme Mengen moderner Chips gebraucht. TSMC nimmt als Fertiger vieler dieser Chips eine zentrale Rolle in der Lieferkette ein.
Der Umsatzanstieg von 45 Prozent im Juli sendet damit ein wichtiges Signal. Während Anleger darüber diskutieren, ob der KI-Boom zu weit gelaufen ist, bleibt die tatsächliche Nachfrage nach der Hardware von TSMC vorerst stark.
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