Amazon streicht erneut Stellen. Der amerikanische Tech-Konzern gibt bekannt, dass rund 16.000 Büroangestellte ihren Arbeitsplatz verlieren, während der Wettbewerb um künstliche Intelligenz immer intensiver wird.
Die Maßnahme folgt kurz nach früheren Entlassungswellen und verdeutlicht, wie stark der Einfluss von KI mittlerweile auf die Strategie großer Technologieunternehmen ist.
KI zwingt Amazon zu drastischen Entscheidungen
Die Entlassungen betreffen vor allem Büroangestellte in den USA. Den Mitarbeitern wird eine Frist von mehreren Monaten eingeräumt, um intern eine andere Position zu finden. Gelingt dies nicht, erhalten sie eine Abfindung und Unterstützung bei der Jobsuche. Laut Amazon ist dies Teil einer umfassenderen Umstrukturierung, um das Unternehmen effizienter und agiler zu gestalten.
Die Führungskraft Beth Galetti erklärt, dass Amazon überflüssige Managementebenen und Bürokratie abbauen möchte. Das Unternehmen will schneller agieren können, besonders im Bereich der KI, indem es mehr automatisiert und Verantwortlichkeiten weiter nach unten delegiert.
CEO Andy Jassy hatte bereits zuvor gewarnt, dass künstliche Intelligenz unvermeidlich Arbeitsplätze kosten wird. Amazon investiert Milliarden in KI-Lösungen für Logistik, Cloud Computing und Kundenservice. Dadurch werden zunehmend koordinierende und unterstützende Funktionen überflüssig.
Weitere Entlassungswelle folgt auf frühere Sparmaßnahmen
Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon in kurzer Zeit viele Stellen abbaut. Bereits vor einigen Monaten wurden 14.000 Arbeitsplätze gestrichen. Addiert man alles zusammen, nähert sich die Gesamtzahl dieser Entlassungsrunden den großen Einsparungen in den Jahren 2022 und 2023, als rund 27.000 Mitarbeiter ihre Stellen verloren.
Amazon beschäftigt weltweit etwa 1,57 Millionen Menschen, von denen der Großteil in Distributionszentren arbeitet. Die Gruppe der Büroangestellten umfasst etwa 350.000 Personen. Mit dieser neuen Maßnahme verliert fast fünf Prozent von ihnen ihren Arbeitsplatz.
Die Ankündigung zeigt, wie schnell sich die Verhältnisse in der Tech-Branche ändern. Während Unternehmen während der Pandemie noch massenhaft Personal einstellten, geht es jetzt vor allem um Geschwindigkeit, Flexibilität und Vorsprung im KI-Wettlauf. Für Hunderttausende von Mitarbeitern bedeutet das Unsicherheit – und immer häufiger auch Entlassung.
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