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The Sandbox will Nutzer vollständig entschädigen, die von einem Angriff auf die eigene Cross-Chain-Bridge betroffen sind. Bei dem Sicherheitsvorfall wurden rund 14,7 Millionen SAND aus einem Tresor auf Ethereum abgezogen. Die Token waren zu diesem Zeitpunkt etwa 700.000 Dollar wert.
Das Kryptoprojekt begleicht den Schaden aus eigenen Reserven. Dadurch müssen keine neuen SAND-Token geschaffen werden; das maximale Angebot bleibt bei 3 Milliarden Token.
Nutzer, die SAND vor dem Angriff auf legitime Weise nach Base oder zur BNB Smart Chain übertragen hatten, erhalten die entsprechende Menge SAND auf Ethereum zurück.
Das Antragsverfahren soll innerhalb von zwei Wochen starten. Anschließend haben betroffene Nutzer zwei Wochen Zeit, ihre Entschädigung zu beantragen.
Für einen großen Teil der Geschädigten dürfte dies automatisch ablaufen. Zwei zentralisierte Kryptobörsen verwalten zusammen mehr als 72 Prozent der SAND, die für eine Entschädigung infrage kommen. Sie werden die Beträge direkt an ihre Kunden auszahlen.
Nutzer mit eigener Wallet müssen dagegen selbst einen Antrag stellen. Für sie ist es daher wichtig, die angekündigte Frist im Blick zu behalten.
Die Schwachstelle betraf speziell die Bridge, über die SAND zwischen verschiedenen Blockchains verschoben werden kann. Die wichtigsten Systeme von The Sandbox auf Ethereum und Polygon blieben nach Angaben des Projekts unangetastet. Auch die virtuelle Welt selbst funktionierte weiter normal.
Untersuchungen zeigen, dass die SAND-Contracts auf Base und der BNB Chain falsch konfiguriert waren. Dadurch konnte sich der Angreifer als einzige Partei eintragen, die eingehende Transaktionen über die Bridge genehmigen durfte.
So konnte er auf Base und der BNB Chain mehr als 339 Billionen SAND ohne Deckung erzeugen. Trotz dieser gewaltigen Zahl blieb der tatsächliche Schaden deutlich geringer.
Die nicht autorisierten Token sind laut The Sandbox isoliert. Sie können nicht nach Ethereum übertragen und dort gegen echte SAND eingelöst werden. Der finanzielle Schaden blieb dadurch auf die 14,7 Millionen SAND begrenzt, die aus dem Ethereum-Tresor verschwanden.
The Sandbox nimmt die anfälligen Bridge-Contracts endgültig außer Betrieb. Das Projekt will neue Contracts für Transaktionen zwischen Ethereum, Base und der BNB Chain entwickeln, statt die bestehenden Systeme zu reparieren.
Der Angriff setzte unterdessen den SAND-Kurs unter Druck. Der Token wurde bei rund 0,04 Dollar gehandelt und verlor innerhalb von sieben Tagen etwa 10,4 Prozent. In den vergangenen 24 Stunden lag das Minus bei rund 3,7 Prozent.
Am breiteren Altcoinmarkt blieb größere Unruhe bislang aus. Die Folgen des Vorfalls scheinen sich damit vor allem auf The Sandbox und die betroffene Bridge-Infrastruktur zu beschränken.
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