Die Regierung von Zanzibar hat einen wichtigen Schritt in der technologischen Entwicklung der Region unternommen, indem sie eine Blockchain-Sandbox ins Leben gerufen hat. Diese neue „National Blockchain Sandbox“ bietet Tech-Startups die Möglichkeit, innovative Technologien auf dem National Blockchain Network zu testen. Der Fokus liegt dabei auf Projekten, die finanzielle Inklusion, Identitätsverifizierung und Zertifizierung verbessern, so ein Bericht von Kenyan Wall Street.
Durch die Teilnahme an der Blockchain-Sandbox erhalten Startups Zugang zu wertvollen Zusatzangeboten, wie von der Regierung geförderten Schulungen und Inkubatorprogrammen. Said Seif Said, Generaldirektor der e-Government Authority von Zanzibar, betonte die Bedeutung dieser Initiative: „Innovatoren können mit Experten zusammenarbeiten und wertvolle Mentorenschaft erhalten, was für den Erfolg ihrer Pilotprojekte entscheidend ist.“
Die Blockchain-Sandbox wurde von dem in Dubai ansässigen LedgerFi IT entwickelt und arbeitet auf dem EVM-kompatiblen Layer-1 XDC-Netzwerk.
Fintech-Entwicklung in Tansania
Im Juli 2023 führte die Bank of Tanzania (BOT) nach einem Jahr Vorbereitungszeit einen rechtlichen Rahmen für Fintech-Sandboxes ein. Dieser bietet Startups die Möglichkeit, ihre Fintech-Lösungen über einen Zeitraum von neun Monaten zu testen. Derzeit sind in Tansania etwa 75 Fintech-Startups aktiv, was das Wachstum des Sektors weiter vorantreibt.
Daten zeigen, dass im Jahr 2023 72 % der erwachsenen Tansanier mobile Bezahldienste nutzten, während nur 22 % kommerzielle Bankdienstleistungen in Anspruch nahmen. Trotz dieses Fortschritts sind immer noch 18,7 % der Bevölkerung finanziell ausgeschlossen.
Kryptowährungen und Zukunftspläne
Obwohl die Bank of Tanzania 2019 vor der Nutzung von Kryptowährungen warnte, gibt es immer noch keine formelle Regulierung. Im Jahr 2023 hatten 1,7 % der Bevölkerung in Kryptowährungen investiert. Kenia und Tansania sind in Ostafrika für ihre führende Position im Bereich Krypto-Unternehmertum bekannt, auch wenn diese Zahlen nicht offiziell bestätigt sind.
Zanzibar erwog 2021 sogar, Kryptowährungen eigenständig einzuführen, nachdem die tansanische Präsidentin Samia Suluhu Hassan ihre Unterstützung für digitale Währungen ausgesprochen hatte. Die Bank of Tanzania bleibt bei der Entwicklung einer eigenen digitalen Währung vorsichtig, kündigte jedoch im Juni 2023 weitere Untersuchungen an.
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