Ripple hat einen bedeutenden Meilenstein gemeinsam mit der größten Kryptobörse der Welt erreicht. Sein eigener Stablecoin, RLUSD, wird ab sofort auf Binance angeboten. Dies ist ein wichtiger Schritt, der die digitale Währung ab sofort Nutzern aus der ganzen Welt zugänglich macht.
Binance listet Ripples RLUSD-Stablecoin
Ab Donnerstag listet Binance den an den Dollar gebundenen Stablecoin RLUSD. Dies gab die Plattform in einem offiziellen Blogpost bekannt.
Die Notierung gilt zunächst nur für die RLUSD Coins, die auf dem Ethereum (ETH) Netzwerk laufen. Unterstützung für das XRP Ledger (XRPL) wird voraussichtlich später folgen. Ab dem 22. Januar um 09:00 Uhr deutscher Zeit können Nutzer in den Handelspaaren RLUSD/USDT und XRP/RLUSD handeln.
Die Listung geht mit einer temporären „Null-Gebühren“-Promo einher. Während dieser Aktion fallen für Nutzer keine Handelsgebühren für die genannten RLUSD-Handelspaare an, wodurch die Nutzung des neuen Stablecoins gefördert werden soll.
Die Aufnahme bei Binance ist ein bedeutender Schritt für Ripple. RLUSD erhält dadurch Zugang zu einer viel größeren Nutzerbasis und einer breiteren Liquidität. Derzeit ist RLUSD der achtgrößte Stablecoin mit einer Marktkapitalisierung von 1,3 Milliarden Dollar.
Es gibt für RLUSD noch viel aufzuholen. Zum Vergleich: Tethers USDT und Circles USDC haben eine Marktkapitalisierung von 186 Milliarden bzw. 75 Milliarden Dollar. Zusammen machen sie 82,5 Prozent des gesamten Stablecoin-Marktes aus.
Ripple setzt auf das Wachstum von Stablecoins
Ripple führte RLUSD im Dezember 2024 ein. Damit reagiert das Unternehmen auf den weltweiten Aufstieg der Stablecoins, die zunehmend als digitales Zahlungsmittel genutzt werden.
Laut einer neuen Analyse von Bloomberg Intelligence könnten die weltweiten Zahlungsströme in Stablecoins bis 2030 auf 56 Billionen Dollar anwachsen. Dies impliziert ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 80 Prozent, vor allem bedingt durch institutionelle Akzeptanz und Nutzung in Ländern mit hoher Inflation oder finanzieller Instabilität.
Regierungen und große Unternehmen spielen inzwischen eine immer größere Rolle. Weltweit wird die Regulierung von Stablecoins verschärft. So gab es in den USA die Einführung des GENIUS Act, der Klarheit über die Ausgabe von Stablecoins schafft.
Zugleich arbeiten Zahlungsdienstleister wie Western Union und MoneyGram an Lösungen auf Basis von Stablecoins. Außerhalb des Finanzsektors arbeiten sogar große Unternehmen wie Walmart und Amazon ebenfalls an eigenen Stablecoins.
Ripple will den Finanzsektor reformieren
Neben seinem Stablecoin verfolgt Ripple weitere Pläne. Das Unternehmen will den traditionellen Finanzsektor modernisieren, insbesondere indem es internationale Zahlungen schneller und günstiger macht.
Ripple baut darüber hinaus eine All-in-One-Plattform für Finanzinstitute auf. Zu den Angebotenen Dienstleistungen gehören Verwahrung und Reservemanagement. Im Jahr 2025 übernahm Ripple gleich mehrere Unternehmen aus diesem Sektor, darunter Hidden Road, GTreasury und Rail. Damit erweitert Ripple sein Angebot von Zahlungen hin zu einem kompletten Ökosystem für digitale Finanzen.
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