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Der XRP-Kurs ist am Dienstag stark gefallen, was sich direkt auf die Anleger auswirkt. Ähnlich wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) hat die Coin mehrere Prozentpunkte eingebüßt, wodurch das wichtige Niveau von 2 Dollar erneut verloren ging. Der Kryptomarkt wirkt nervös und Unsicherheit dominiert. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht XRP bei rund 1,90 Dollar.
Der Rückgang von XRP ist kein Einzelfall. Der gesamte Kryptomarkt erlitt in den letzten Tagen einen erheblichen Rückschlag aufgrund zunehmender geopolitischer Spannungen. Investoren reagieren vor allem auf den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union. Präsident Donald Trump hat kürzlich angekündigt, Importzölle von zehn Prozent für mehrere EU-Länder einführen zu wollen.
Trump will, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten wird. Sollte die Europäische Union dem nicht zustimmen, könnten die Importzölle seiner Meinung nach weiter steigen. Die EU scheint jedoch nicht bereit, einfach nachzugeben, und denkt über Gegenmaßnahmen nach.
Diese Unsicherheit sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten. Risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen werden zuerst verkauft, was sich unmittelbar in den Kursen von Bitcoin, Ethereum und XRP widerspiegelt.
Neben dem makroökonomischen Druck spielt auch der Kursverlauf von XRP selbst eine wichtige Rolle. Letzte Woche gelang es der Coin nicht, den Widerstand bei rund 2,40 Dollar zu durchbrechen. Dieses fehlgeschlagene Momentum erwies sich als Startsignal für eine scharfe Korrektur. Seitdem ist XRP um etwa zwanzig Prozent gefallen.
Im frühen Handel fiel der Kurs sogar kurzzeitig auf 1,85 Dollar, bevor eine vorsichtige Erholung einsetzte. Der Verlust des psychologisch wichtigen Niveaus von etwa 2 Dollar führt dazu, dass viele Anleger zurückhaltender werden und Gewinne sichern.
Analysten von Glassnode weisen auf besorgniserregende Ähnlichkeiten mit der Marktstruktur von 2022 hin. Anleger, die damals in der Nähe der Höchststände eingestiegen sind, stehen erneut tief im Minus. Das erzeugt psychologischen Druck. Je länger der Kurs niedrig bleibt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren aus Angst doch noch verkaufen.
Der Vergleich mit 2022 ist heikel. In jenem Jahr wurde der Kryptomarkt durch den Zusammenbruch von Terra Luna und später FTX erschüttert. XRP fiel damals von über 1 Dollar auf etwa 0,30 Dollar. Laut Glassnode erleiden XRP-Inhaber derzeit wöchentliche Verluste, die bis zu 1,2 Milliarden Dollar betragen können. Das belastet das Vertrauen zusätzlich.
Falls die Unterstützung bei 1,80 Dollar bricht, warnen Analysten, könnte ein weiterer Rückgang auf 1 Dollar schnell folgen.
Doch das Bild ist nicht ausschließlich negativ. Hinter den Kulissen arbeitet Ripple an seiner langfristigen Positionierung. Das Unternehmen strebt ausdrücklich eine Zusammenarbeit mit der US-Aufsichtsbehörde SEC an und hat kürzlich eine regulierte Stablecoin eingeführt.
Darüber hinaus hat Ripple mehrere Infrastrukturakteure übernommen, um das Netzwerk weiter auszubauen. In einer Zeit, in der Regulierungen immer stärker ins Gewicht fallen, scheint das Unternehmen bewusst eine Positionierung für eine Zukunft zu suchen, in der Klarheit im Vordergrund steht. Ob das ausreicht, um den aktuellen Verkaufsdruck auf XRP zu stoppen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen.
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