Es wurde eine auffällige Transaktion von knapp 99 Millionen Euro (116 Millionen Dollar) in XRP registriert. Die Überweisung erfolgt in einer Phase der Unsicherheit, in der sich die Digitalwährung seit Monaten in einem Abwärtstrend befindet. Die große Frage: Was bedeutet das für den Kurs?
XRP-Whale verschiebt Millionen Token
Heute verzeichnete der Blockchain-Tracker Whale Alerts eine Transaktion über ganze 40.808.750 XRP im Wert von nahezu 116 Millionen Dollar. Vorerst deutet nichts auf nennenswerten Verkaufsdruck hin. Der XRP-Kurs fiel in den vergangenen 24 Stunden lediglich um 0,5 Prozent.
Die Transaktion fand zwischen unbekannten Wallets statt. Unklar ist daher, ob es sich um interne Verschiebungen, Vorbereitungen für einen Verkauf oder eine strategische Neuallokation handelt. Je nach Szenario könnte das die kurzfristige Kursentwicklung von XRP beeinflussen.
Auffällig ist das Timing dieser Bewegung. Im Juli markierte XRP noch ein neues Allzeithoch von knapp 3,66 Dollar, seither befindet sich die Münze jedoch in einem Abwärtstrend und notiert aktuell gut 22 Prozent unter dem Rekordniveau. Möglich, dass der Whale wenig Vertrauen in eine schnelle Trendwende hat – das ist allerdings reine Spekulation.
Das Verhalten des mysteriösen Whales steht zudem in starkem Kontrast zu dem eines anderen vermögenden Investors. Analyst Ali Martinez meldete gestern, dass ein Whale innerhalb von nur 72 Stunden satte 120 Millionen XRP eingesammelt hat. Zum aktuellen Kurs von 2,85 Dollar entspricht dieser Kauf einem Gegenwert von rund 342 Millionen Dollar.
Große Bewegungen im Vorfeld eines XRP-ETF
Das Verhalten der Whales könnte auch eine Antizipation auf die Einführung US-amerikanischer XRP-Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) sein, die nach Einschätzung von Experten noch in diesem Jahr an den Start gehen dürften.
Wann die XRP-Spot-ETFs genau kommen, ist noch unklar. Zuvor waren für Oktober sieben Fristen angesetzt, doch die Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Anbieter aller Altcoin-ETFs aufgefordert, ihre laufenden 19b-4-Anträge zurückzuziehen.
Das könnte sogar positive Nachrichten sein, denn es dürfte Teil einer breiteren Strategie sein, das Antragsverfahren grundlegend zu vereinfachen. Anstatt für jede Kryptowährung einen separaten Antrag stellen zu müssen, könnten Fonds dann über ein generisches Verfahren genehmigt werden.
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