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Für ASML wird der Mittwoch ein wichtiger Tag. Der niederländische Hersteller von Chipfertigungsanlagen legt am 14. Oktober seine Quartalszahlen vor. Die Erwartungen sind hoch. Mehrere Signale sprechen jedoch dafür, dass ASML erneut starke Ergebnisse liefern könnte.

Das Unternehmen selbst erwartet einen Umsatz von 11 bis 12 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 55 bis 57 Prozent. Analysten rechnen mit rund 11,6 bis 11,8 Milliarden Euro Umsatz und liegen damit am oberen Ende der von ASML prognostizierten Spanne.

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ASML-Kursentwicklung vor Veröffentlichung der Quartalszahlen.
ASML-Kursentwicklung vor Veröffentlichung der Quartalszahlen. Quelle: TradingView

Auftragseingang wichtiger als Umsatz

Der Umsatz dürfte allerdings nicht die wichtigste Kennzahl sein. ASML liefert Anlagen aus, die bereits Monate oder Jahre zuvor bestellt wurden. Neue Aufträge geben deshalb deutlich mehr Aufschluss über die künftige Nachfrage.

Gerade hier sind die Erwartungen hoch. Die Nachfrage nach EUV-Anlagen zur Fertigung moderner Chips und Speicherbausteine ist so groß, dass die Produktionskapazitäten für Low-NA-EUV-Anlagen 2027 laut ASML nahezu vollständig ausgebucht sind. Auch für 2028 liegen bereits umfangreiche Bestellungen vor.

Anleger werden daher vor allem darauf achten, ob der neue Auftragseingang dieses Bild bestätigt.

Margen könnten positiv überraschen

Auch die Bruttomarge steht im Fokus. ASML erwartet 55 bis 57 Prozent, nach 54 Prozent im zweiten Quartal. Ein Wert nahe 57 Prozent würde darauf hindeuten, dass der Verkauf teurerer EUV-Anlagen sowie Einnahmen aus Serviceleistungen und Nachrüstungen die Profitabilität weiter steigern.

Im Blickpunkt steht zudem die High-NA-EUV-Technologie. Intel setzt diese neue Generation bereits ein, während Samsung und SK Hynix deren Einführung vorbereiten. Eine schnellere Einführung könnte den durchschnittlichen Verkaufspreis der ASML-Anlagen weiter erhöhen.

Entscheidend ist der Ausblick auf 2027

Die ASML-Aktie hat in diesem Jahr bereits deutlich zugelegt. Starke Zahlen für das dritte Quartal sind damit teilweise eingepreist. Umso wichtiger wird der Ausblick.

Anleger erwarten eine Bestätigung, dass die Chiphersteller ihre Investitionen 2027 und 2028 weiter ausweiten und hohe Zinsen die Ausbaupläne nicht bremsen.

Ein Umsatz über den Erwartungen allein dürfte nicht ausreichen. Ein starker Auftragseingang, höhere Margen und mehr Planungssicherheit für 2027 und 2028 könnten am Mittwoch darüber entscheiden, ob die ASML-Aktie weitere Kursanstiege verzeichnet.

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