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Immer mehr Unternehmen prüfen den Einsatz von Kryptozahlungen, doch der breite Durchbruch bleibt bislang aus. Nach Einschätzung von Tim Ferland, CEO der Zahlungsplattform LetKnow Pay, liegt das nicht an der Technologie. Vielen Unternehmern fehle vor allem das Wissen im Umgang mit digitalen Vermögenswerten; zugleich bremsten zurückhaltende Banken und unklare Regulierung die Verbreitung.
Das sagte Ferland auf der iFX EXPO International im Gespräch mit Finance Magnates. Die Nachfrage von Verbrauchern, mit Krypto zu bezahlen, nehme zwar zu. Viele Unternehmen wüssten jedoch noch nicht, wie sie diese Zahlungsmethode unkompliziert in ihre bestehenden Zahlungssysteme integrieren könnten.
LetKnow Pay hat eine Zahlungslösung entwickelt, mit der Unternehmen Kryptozahlungen akzeptieren können, ohne selbst digitale Vermögenswerte zu verwalten. Kunden zahlen mit Krypto, während der Händler den Betrag automatisch in einer klassischen Währung wie dem Euro erhält.
Unternehmen müssen sich dadurch weder mit Wallets noch mit Blockchain-Transaktionen oder Kursschwankungen befassen. Ferland zufolge sinkt damit die Einstiegshürde für Unternehmer erheblich.
Am ehesten lasse sich das Angebot mit PayPal für Krypto vergleichen.
Das Unternehmen ist inzwischen in mehreren Ländern aktiv und arbeitet an zusätzlichen Lizenzen, um seine Dienstleistungen weiter auszubauen.
Nach Einschätzung von Ferland ist die Technologie inzwischen ausgereift genug. Die größte Herausforderung sieht er bei Unternehmern, die mit den Möglichkeiten von Kryptozahlungen noch zu wenig vertraut sind.
Vielen Unternehmen fehle das technische Know-how und die Infrastruktur, um solche Zahlungen abzuwickeln.
Anbieter müssten die Implementierung deshalb so einfach wie möglich machen. Zugleich brauche es mehr Aufklärung, damit Unternehmer mit dieser Form des Bezahlens vertraut werden.
Ferland erwartet, dass am Ende vor allem die Verbraucher die Verbreitung vorantreiben werden.
Obwohl Unternehmer ihre Einnahmen ganz regulär in Euro erhalten können, bleiben traditionelle Banken Ferland zufolge vorsichtig, sobald eine Zahlung ursprünglich in Krypto erfolgt ist.
Er rechnet damit, dass sich dies allmählich ändert, je klarer die Regulierung wird und je stärker Aufsichtsbehörden die Rolle digitaler Vermögenswerte im Finanzsystem definieren. Dabei verweist er auf Länder, die Bitcoin anerkennen, auf neue innovationsfreundliche Gesetze sowie auf Initiativen rund um digitale Zentralbankwährungen.
Ferland geht davon aus, dass Blockchain-Technologie und das traditionelle Finanzsystem langfristig nebeneinander bestehen werden.
Künftig dürfte ein hybrides System entstehen, in dem dezentrale und zentrale Strukturen nebeneinander bestehen.
Um diese Entwicklung zu unterstützen, arbeitet LetKnow Pay an neuen Zahlungslösungen, darunter Zahlungsterminals für den stationären Handel, QR-Code-Zahlungen, Bezahlseiten für Onlineshops, Zahlungslinks und lokale Zahlungssysteme. Ziel ist es, Kryptozahlungen so einfach und vertraut zu machen wie bestehende Zahlungsmethoden.
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