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BlackRock ist ein ganz großer Name in der Finanzwelt, doch in den vergangenen Jahren hat sich der Konzern auch in der Kryptoindustrie an die Spitze gearbeitet. Der Wall-Street-Riese hält den weltweit größten Bitcoin-Fonds, der sämtliche Rekorde bricht. Nun will das Unternehmen auch in den rasant wachsenden Markt der Stablecoins einsteigen.
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat eines seiner größten Geldmarktfonds neu aufgesetzt, um dem US-amerikanischen GENIUS Act zu entsprechen. Das schreibt CNBC heute.
Der GENIUS Act ist die erste bundesweite Gesetzgebung in den USA, die sich speziell auf die Regulierung von Stablecoins (Kryptowährungen, die an einen festen Wert – meist den US‑Dollar – gekoppelt sind) richtet. Das Gesetz legt unter anderem fest, wie Emittenten ihre Reserven halten müssen, und stellt Anforderungen an Transparenz, Liquidität und Aufsicht.
Der Fonds in Rede, das ‘BlackRock Select Treasury Based Liquidity Fund (BSTBL)’, ist speziell darauf ausgelegt, Stablecoin-Emittenten einen sicheren Ort für die Verwaltung ihrer Reserven zu bieten.
“Wir wollen der führende Verwalter von Stablecoin-Reserven sein,” sagt Jon Steel, Leiter von BlackRocks globaler Cash-Management-Sparte.
Der Fonds wurde explizit angepasst, um die Anforderungen des GENIUS Act zu erfüllen, der im Juli von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde. Laut der neuen Gesetzgebung dürfen die Reserven nur aus sicheren und liquiden Vermögenswerten bestehen.
Der BSTBL-Fonds investiert ausschließlich in kurzlaufende US-Staatsanleihen und Overnight-Repurchase-Agreements, ultrasichere Kredite mit Staatsanleihen als Sicherheiten.
Dadurch ist der Fonds hochliquide und nahezu risikolos. Genau das, was Stablecoin-Emittenten benötigen, um ihre Reserven direkt zugänglich zu halten.
Um besser auf die globale Nachfrage reagieren zu können, hat BlackRock die Handelszeiten des Fonds angepasst. Auch die Bewertungszeitpunkte wurden auf später am Tag verschoben. So können Unternehmen in verschiedenen Zeitzonen einfacher Geld ein- oder auszahlen.
Die Verwaltungsgebühr beträgt 0,21 Prozent, die Gesamtkosten liegen nach Rabatten, die bis Juni 2026 gelten, bei 0,27 Prozent.
BlackRock verwaltet bereits seit 2023 die Reserven von Circle. Das Unternehmen ist der Emittent von USDC, der weltweit zweitgrößten Stablecoin mit einer Marktkapitalisierung von über 32 Milliarden Dollar.
Mit dem neuen Fonds will BlackRock diese Dienstleistung auf andere Stablecoin-Emittenten ausweiten. Laut Citi-Analysten könnte der gesamte Stablecoin-Markt von derzeit 280 Milliarden Dollar bis 2030 auf 4 Billionen Dollar wachsen — ein Sprung um mehr als 1.300 Prozent.
“Dieser Fonds ist nicht nur dazu gedacht, unsere bestehenden Kunden zu unterstützen,” sagt Steel, “sondern auch, neue Partnerschaften im Bereich digitaler Vermögenswerte anzustoßen.”
BlackRock hat nicht nur den größten börsengehandelten Fonds für Bitcoin, sondern auch für Ethereum (ETH). Das Unternehmen verwaltet mehr als 89 Milliarden Dollar in Bitcoin und 16 Milliarden Dollar in Ethereum.
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