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Wall Street blickt wieder optimistischer auf bekannte Kryptoaktien. Goldman Sachs hat am Dienstag das Kursziel für die Kryptobörse Coinbase (COIN) angehoben, Canaccord Genuity zog beim Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy (MSTR) nach. Beide Banken bekräftigten ihre Kaufempfehlung.
Die neuen Einschätzungen folgen auf kräftige Kursgewinne beider Aktien in der vergangenen Woche. Das verbleibende Aufwärtspotenzial bewerten die Analysten jedoch sehr unterschiedlich.
Goldman Sachs hob das Kursziel für Coinbase von 173 auf 196 Dollar an, ein Plus von rund 13 Prozent.
Die Bank verweist dabei nicht nur auf eine mögliche weitere Erholung des Kryptomarkts, sondern auch auf das Wachstum von Coinbase jenseits des klassischen Kryptohandels. Vor allem Derivate und Prognosemärkte gelten als wichtige neue Einnahmequellen.
„Coinbase bietet Aufwärtspotenzial, falls sich der Kryptomarkt weiter erholt. Zugleich sieht Goldman in jüngeren Geschäftsbereichen wie Derivaten und Prognosemärkten weiterhin deutliches unternehmensspezifisches Wachstum“, heißt es bei Goldman Sachs.
Die Coinbase-Aktie schloss gestern bereits 4,28 Prozent höher bei 187,16 Dollar. Damit liegt das neue Kursziel nur noch rund 5 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die positive Einschätzung fällt damit vergleichsweise vorsichtig aus. Anfang des Jahres hatte Goldman Sachs noch ein deutlich höheres Kursziel von 235 Dollar angesetzt.

Bei Strategy sieht Canaccord Genuity erheblich mehr Spielraum. Die Bank hob das Kursziel von 130 auf 175 Dollar an. Das liegt rund 38 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag bei 126,83 Dollar.
„Das Bild für MSTR hat sich in den vergangenen Wochen nach unserer Einschätzung deutlich verbessert“, schrieb Canaccord.
Die jüngste Rally spielt dabei eine wichtige Rolle. Seit dem 19. August hat Strategy um rund 35 Prozent zugelegt. Coinbase gewann im selben Zeitraum gut 27 Prozent. Die höheren Kursziele zeigen damit eine spürbare Stimmungsaufhellung bei Kryptoaktien nach einem schwachen Sommer.
Der Hauptgrund ist die kräftige Erholung des Kryptomarkts. Die Verluste mehrerer Monate wurden binnen einer Woche aufgeholt. Das könnte darauf hindeuten, dass der Krypto-Winter, der im Oktober vergangenen Jahres begonnen hatte, zu Ende geht.
Besonders auffällig ist dennoch der Abstand zwischen beiden Aktien. Für Coinbase sieht Goldman nur noch begrenzten Spielraum oberhalb des aktuellen Kurses, während Canaccord bei Strategy weiteres Aufwärtspotenzial im zweistelligen Prozentbereich erwartet.
Strategy hält mit mehr als 840.000 Bitcoin in der Bilanz mehr Bitcoin als jedes andere Unternehmen. Durch den Kursanstieg bei Bitcoin ist der Wert der Reserve um 15 Milliarden Dollar gestiegen. In den vergangenen Monaten entschied sich das Unternehmen bewusst gegen weitere Bitcoin-Käufe. Stattdessen stärkte es die eigene Bilanz, um das Vertrauen der Investoren zu erhöhen.
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