Ein einzelner Bitcoin-Miner investierte 75 Dollar und verließ das Geschäft mit über 200.000 Dollar. Dies ist ein nahezu surrealer Glückstreffer in einem Markt, der normalerweise von großen Akteuren dominiert wird.
BTC-Miner mietet Rechenleistung
Das Mining-Unternehmen Braiins gab diese Woche bekannt, dass ein Solo-Miner den Transaktionsblock 938.092 geschürft hat und die entsprechende Belohnung von 3,125 BTC erhalten hat.
Zum Zeitpunkt der Transaktion lag der Bitcoin-Kurs bei rund 64.000 Dollar, was bedeutet, dass etwa 200.000 Dollar erzielt wurden. Die Belohnung von 3,125 BTC ist das, was jeder Miner pro Transaktionsblock verdient. Erst bei der nächsten Halbierung im Jahr 2018 werden die Belohnungen zum fünften Mal halbiert.
Laut Blockchain-Daten von Mempool.space, die öffentlich zugänglich sind, wurden zusätzlich 0,003 BTC an Gebühren aus allen Transaktionen in diesem Block bezahlt. Auch diese gingen vollständig an den entsprechenden Miner.
Der Miner nutzte sogenannte On-Demand-Hashrate über das Netzwerk rund um Braiins und CKPool. Hashrate ist die Rechenleistung, die benötigt wird, um komplexe mathematische Rätsel zu lösen und so neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen.
Normalerweise benötigt man dafür teure Mining-Geräte, die Tag und Nacht laufen. In diesem Fall wurde vorübergehend 1 Petahash pro Sekunde an Rechenleistung gemietet. Das ist eine Cloud-Konstruktion: Man bezahlt für den Zugang zu vorhandenen Maschinen, anstatt sie selbst zu besitzen.
Über CKPool konnte der Miner solo minen. Das bedeutet, dass er die Belohnung nicht mit Tausenden von anderen teilen musste, wie bei herkömmlichen Miningpools. CKPool sorgt lediglich für die technische Verbindung zum Bitcoin-Netzwerk und leitet eine gefundene Lösung weiter. Wenn man gewinnt, gehört die gesamte Belohnung einem selbst.
Nach Angaben von Blockchain.com lag die Gesamt-Hashrate des Bitcoin-Netzwerks an diesem Tag bei 1.012.489.172,539 Terahash pro Sekunde (TH/s). Das bedeutet, dass der Miner alle zehn Minuten eine Chance von 0,0000988 Prozent hatte. Das entspricht einer Chance von etwa 1 zu 1 Million pro Block.
Im vergangenen Jahr fanden 21 Solo-Miner einen vollständigen Block. Im Durchschnitt geschieht dies alle 17 Tage. Dies zeigt, dass selbst in einer umkämpften Milliardenindustrie manchmal auch ein kleiner Akteur erfolgreich sein kann.
Solo-Mining nach wie vor die Ausnahme
Das Bitcoin-Mining wird von großen Unternehmen mit riesigen Rechenzentren voller spezialisierter Geräte dominiert. Die sogenannte „Mining Difficulty“ (Schwierigkeitsgrad des Minings), die angibt, wie schwierig es ist, einen Block zu finden, stieg kürzlich um 15 Prozent auf 144,4 Billionen.
Dieser Schwierigkeitsgrad wird alle 2.016 Blöcke angepasst, um sicherzustellen, dass im Durchschnitt alle zehn Minuten ein neuer Block hinzugefügt wird.
Die Anpassung machte einen Rückgang von 11 Prozent rückgängig, der Anfang des Monats durch heftige Winterstürme in den USA verursacht wurde. Es war der stärkste Rückgang der Hashrate seit dem chinesischen Mining-Verbot 2021.
Hacker erbeuten 4.000 Bitcoin über Gutscheine: „kritische Schwachstelle offengelegt“
4.000 Bitcoin sind durch einen Bug verschwunden, der gefälschte Coins entstehen ließ. Mehr als 80 Börsen und Unternehmen stehen nun ohne ihre Deckung da.
Bitcoin-Großanleger verkaufen erstmals seit Monaten wieder
Bitcoin-Wale verkaufen wieder mehr BTC, während der Kurs unter einem wichtigen Widerstand bleibt und die bärische Marktstruktur intakt ist.
Bitcoin-Dips werden wieder gekauft: Warum dieser Kursanstieg anders ist
Der Bitcoin-Kurs verhält sich derzeit deutlich anders als im vergangenen Jahr. Dadurch wird jede Korrektur nun deutlich interessanter.
Meistgelesen
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
