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Jüngere Amerikaner gewinnen zunehmend Vertrauen in Krypto, während Babyboomer weiterhin auf traditionelle Banken setzen. Dies zeigt eine neue Untersuchung aus der OKX Insights-Reihe. Die Ergebnisse offenbaren eine deutliche Generationenkluft: Je jünger der Teilnehmer, desto eher wird Krypto als glaubwürdig und wichtig für die Zukunft der Finanzwelt angesehen.
Für die Untersuchung wurden im Januar 1.000 Amerikaner zu ihrem Vertrauen in Kryptoplattformen und Banken sowie zu ihren Erwartungen für 2026 befragt.
Die Befragten bewerteten ihr Vertrauen in Kryptoplattformen (Apps und Websites, mit denen man Krypto kaufen, verkaufen oder aufbewahren kann) auf einer Skala von 1 bis 10. Eine Bewertung von 7 oder höher galt als hohes Vertrauen.
Von der Generation Z (12–29 Jahre) gaben 40% eine hohe Bewertung ab. Bei den Millennials (29–45 Jahre) waren es 41%. Bei den Babyboomern (Ende 50 bis Ende 70 Jahre) lag dieser Anteil bei 9%. Damit ist das hohe Vertrauen in Kryptoplattformen bei Gen Z und Millennials fast fünfmal höher als bei den Babyboomern.
Bei traditionellen Banken zeigt sich das umgekehrte Bild. 74% der Babyboomer gaben an, großes Vertrauen in Banken zu haben. Jüngere Befragte sind skeptischer: Etwa ein Fünftel der Gen Z und Millennials sagt, wenig Vertrauen in traditionelle Banken zu haben.
Auffällig ist, dass das Vertrauen in Krypto bei jüngeren Menschen zunimmt. Im Vergleich zu Januar 2025 berichten 36% der Gen Z und 34% der Millennials, dass ihr Vertrauen in Kryptoplattformen gestiegen ist. Bei den Babyboomern blieb das Sentiment weitgehend unverändert: Fast die Hälfte gab an, dass sich ihre Meinung nicht verändert hat und nur 6% wurden positiver.
Die Handelspläne für 2026 spiegeln dasselbe Sentiment wider. 40% der Gen Z und 36% der Millennials planen, in diesem Jahr mehr mit Krypto zu machen. Bei den Babyboomern sind es 11%. Dieses Unterschied deutet auf einen deutlich größeren Optimismus bei jüngeren Generationen hin.
Laut einem Sprecher von OKX dreht sich der Unterschied darum, wie Generationen Vertrauen definieren. Babyboomer verbinden Vertrauen vor allem mit institutioneller Anerkennung und regulatorischer Aufsicht. Jüngere Generationen legen mehr Wert auf Transparenz, Verifikation und direkte Kontrolle.
OKX meint, dass klarere Regeln und verbesserte Regulierung helfen könnten, die Zurückhaltung bei älteren Gruppen zu verringern, insbesondere im Bereich Verbraucherschutz, Verwahrstandards und Marktintegrität.
Die Generationenkluft könnte auch erklären, warum einige Führungskräfte erwarten, dass die Akzeptanz von Krypto vor allem mit der Zeit wachsen wird. Zac Prince, Leiter von Galaxy One, dem Bankzweig von Galaxy Digital, sagte kürzlich in der Sendung Milk Road, dass eine generationenübergreifende Vermögensübertragung eine nächste Wachstumsphase anstoßen kann. Da ältere, krypto-averse Generationen ihr Vermögen weitergeben, werden jüngere Erben laut Prince eher dazu neigen, Kapital in Richtung Krypto zu verlagern.
UBS schätzt, dass Amerikaner insgesamt 163 Billionen Dollar an Vermögen besitzen. Die Babyboomer halten davon mehr als die Hälfte, etwa 83,3 Billionen Dollar. Prince betont, dass selbst eine bescheidene Verschiebung dieses Vermögens in Richtung Krypto einen großen Effekt auf die Adoption haben könnte.
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