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Nach Wochen anhaltenden Abwärtsdrucks zeigt ein wichtiger Indikator am Kryptomarkt plötzlich erste Erholungszeichen. Die sogenannte Coinbase Premium, die Aufschluss über die US‑Nachfrage nach Bitcoin gibt, arbeitet sich langsam aus dem Tal. Analysten sehen darin ein mögliches Wendepunkt-Signal.
Der Coinbase Premium Index, der den Preisunterschied zwischen Bitcoin auf Coinbase und internationalen Börsen misst, lag 22 Tage in Folge im Minus. Das deutete auf mangelnde Kaufinteresse aus den USA hin. Da diese Prämie nun wieder anzieht, erkennen Analysten eine mögliche Trendwende im Marktsentiment.
Der niederländische Analyst CryptoGoos spricht von einem wiederkehrenden Muster: Immer wenn die Premium deutlich im roten Bereich liegt, folgt zusätzliche Verkaufsdruck. Da die Spannung nun nachlässt, sieht er Spielraum für eine Erholung des Bitcoin-Kurses.
Coinbase wird stark von professionellen US‑Investoren genutzt, etwa über Angebote wie Coinbase Prime und Custody. Ein höherer Preis auf dieser Plattform ist daher häufig ein Hinweis auf frisches Kapital aus Institutionen.
Der neue Kaufdruck aus den USA fällt in eine Phase, in der die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember laut Daten vom Terminmarkt auf 84,7 Prozent gestiegen ist.
John Williams, Präsident der New York Federal Reserve, betonte kürzlich, dass sich der Arbeitsmarkt abschwächt, während die Inflation zurückgeht. Dadurch scheint die Zentralbank Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik zu sehen. Niedrigere Zinsen sorgen für mehr Liquidität – ein Umfeld, das risikoreichen Anlagen wie Bitcoin in der Regel zugutekommt.
Neben der Coinbase Premium richten Experten den Blick auch auf das Orderbuch. Analyst Ted Pillows beobachtet, dass sich der Großteil der Liquidität oberhalb des aktuellen BTC‑Kurses befindet. Das signalisiert Interesse an höheren Preisniveaus und kann Spielraum für eine Aufwärtsbewegung schaffen.
Auffällig ist zudem, dass sich neue Handelsaktivität im Bereich von 85.000 bis 86.000 Dollar bildet. Laut Ted ist die Zone zwischen 93.000 und 94.000 Dollar entscheidend. Sollte Bitcoin dort ausbrechen, hält er einen schnellen Sprung in Richtung 100.000 Dollar für möglich.
Gleichzeitig bleibt es aus technischer Sicht ein Bärenmarkt, solange BTC unter wichtigen gleitenden Durchschnitten notiert. Ein Schlusskurs von über 100.000 Dollar an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen wäre seiner Ansicht nach erst ein klares Signal für die Wiederaufnahme des Bullenmarkts.
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