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Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im Juni leicht gesunken. Gleichzeitig stellten Unternehmen mehr Beschäftigte ein – ein Hinweis darauf, dass der US-Arbeitsmarkt trotz der Abkühlung vorerst robust bleibt.
Nach neuen Zahlen des US Bureau of Labor Statistics sank die Zahl der offenen Stellen von 7,54 Millionen im Mai auf 7,36 Millionen im Juni. Volkswirte hatten im Schnitt mit 7,45 Millionen offenen Stellen gerechnet.
Der Rückgang bei den offenen Stellen ging vor allem auf eine geringere Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheitswesen, in der Freizeitbranche, im Großhandel und bei Unternehmensdienstleistungen zurück.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Neueinstellungen. Vor allem das Gesundheitswesen und die Bauwirtschaft stellten mehr Personal ein. In der Gastronomie und Freizeitbranche sank die Zahl der neuen Beschäftigten den dritten Monat in Folge auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2025; der von der Fußball-WM in Nordamerika erwartete Beschäftigungsimpuls bleibt damit bislang aus.
Auch die Zahl der Entlassungen blieb nahezu unverändert. Das deutet darauf hin, dass Arbeitgeber weiterhin zurückhaltend sind, wenn es um Personalabbau geht.
Die Daten zeichnen das Bild eines Arbeitsmarkts, der sich allmählich abkühlt, ohne Anzeichen einer deutlichen Verschlechterung. Die anhaltend starken Konsumausgaben stützen die Nachfrage nach Arbeitskräften, auch wenn viele Unternehmen beim Ausbau ihrer Belegschaft vorsichtig bleiben.
Anleger richten ihren Blick in dieser Woche besonders aufmerksam auf den US-Arbeitsmarkt, weil die Entwicklung direkt in die Zinspolitik der Federal Reserve einfließt. Eine graduelle Abkühlung könnte der Notenbank Spielraum geben, die Zinsen nicht weiter anzuheben. Ein starker Arbeitsmarkt, vor allem in Verbindung mit der gestiegenen Inflation, könnte dagegen für eine Zinserhöhung sprechen.
Die Daten zu den offenen Stellen bilden damit den Auftakt zum Arbeitsmarktbericht am Freitag, der wichtigsten Makroveröffentlichung der Woche. Volkswirte erwarten laut FactSet für Juli rund 87.500 neue Stellen und einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 4,2 auf 4,3 Prozent. Ein Wert im Rahmen dieser Prognose würde das Bild einer sanften Abkühlung bestätigen; ein deutlicher Ausreißer nach oben oder unten würde die Zinsmärkte und damit auch die Aktien- und Kryptomärkte unmittelbar in Alarmbereitschaft versetzen.
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