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Das US-Unternehmen Evernorth Holdings, das XRP als Reserve hält, hat seinen ersten Handelstag an der Nasdaq hinter sich. Mit einem Bestand von mehreren hundert Millionen XRP bietet es Anlegern eine neue Möglichkeit, in Ripples Kryptowährung zu investieren. Das Börsendebüt verlief allerdings holprig.
Die Aktien von Evernorth werden seit gestern unter dem Kürzel XRPN an der US-Technologiebörse gehandelt. Der Kurs stieg zunächst von 16,68 auf 19,38 Dollar, doch der Kursanstieg war nur von kurzer Dauer.
In den folgenden Stunden fiel der Kurs auf 16,39 Dollar zurück. Zum Handelsschluss notierte die Aktie bei 16,91 Dollar. Das entspricht einem Minus von 1,05 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag, als die Aktien noch unter dem Namen Armada Acquisition Corp. II gehandelt wurden.
Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie noch auf 20,68 Dollar, gab anschließend aber einen Großteil der Gewinne wieder ab. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Kurs bei 17,72 Dollar. Während der regulären Handelszeit wechselten knapp 1,29 Millionen Aktien den Besitzer.

Dem Börsengang ging eine Fusion mit Armada Acquisition Corp. II voraus, die am 9. Oktober abgeschlossen wurde. Aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass sich viele Aktionäre vor der Fusion für die Rückgabe ihrer Aktien gegen Auszahlung entschieden hatten.
Dies betraf 80,3 Prozent der rückgabeberechtigten Aktien mit einem Gesamtwert von rund 195 Millionen Dollar. Dadurch stand Evernorth weniger Kapital aus der ursprünglichen SPAC zur Verfügung.
Evernorth besitzt rund 473 Millionen XRP. Bei einem XRP-Kurs von 1,37 Dollar hatte der Bestand gestern einen Wert von etwa 648 Millionen Dollar. Damit ist Evernorth das größte börsennotierte Unternehmen mit einer XRP-Reserve.
Darüber hinaus brachte die Transaktion rund 300 Millionen Dollar an liquiden Mitteln vor Abzug der Kosten ein. Dieses Geld kann unter anderem für den weiteren Ausbau des XRP-Bestands verwendet werden.
Evernorth will den XRP-Bestand je Aktie im Laufe der Zeit erhöhen. Dafür will das Unternehmen XRP nicht nur kaufen und halten, sondern mit dem vorhandenen Bestand auch Erträge erwirtschaften.
Geplant ist unter anderem, XRP an große Finanzinstitute zu verleihen, Liquidität bereitzustellen und DeFi-Strategien einzusetzen.
Ripple ist eng mit Evernorth verbunden und gehört zu dessen Unterstützern. Auch Birla war lange bei Ripple tätig. Er arbeitete dort mehrere Jahre, unter anderem als General Manager von RippleNet.
Evernorth ist kein Teil von Ripple, sondern ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen. Es will Anlegern über eine reguläre Nasdaq-Aktie Zugang zu XRP bieten.
Die Börsennotierung führt allerdings nicht automatisch zu zusätzlichem Kaufdruck bei XRP. Ein großer Teil des aktuellen Bestands stammt von Investoren, die bereits gehaltene XRP im Tausch gegen Aktien eingebracht haben.
Auch der Kauf von XRPN-Aktien durch Anleger verpflichtet Evernorth nicht dazu, unmittelbar weitere XRP zu erwerben. Zusätzliche Käufe entstehen erst, wenn das Unternehmen sein verfügbares Kapital zur Aufstockung des Bestands einsetzt.
Solche Käufe würden die Nachfrage nach XRP unmittelbar erhöhen. Bislang profitiert die Kryptowährung jedoch nicht vom Börsengang. Der XRP-Kurs fiel gestern um 3,03 Prozent. Auch viele andere Coins stehen unter Druck.
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