Einzelhandelsaktien verzeichneten am Dienstag einen bemerkenswerten Sprung, nachdem das US-Höchstgericht eine umstrittene Reihe von Donald Trumps Importzöllen für unzulässig erklärte.
Das Urteil ist ein herber Rückschlag für die Handelspolitik des Ex-Präsidenten und bringt sofortige Erleichterung für Unternehmen wie Nike, Adidas und Victoria’s Secret.
Einzelhandelssektor reagiert heftig auf Urteil
Die Gerichtsentscheidung führte zu sofortigen Kursgewinnen an der Wall Street. Victoria’s Secret & Co. legte um über fünf Prozent zu. Auch die Aktien von Adidas (+2 Prozent), der Sportbekleidungsmarke Lululemon und der Modekette Abercrombie & Fitch (+5,5 Prozent) kletterten nach oben.
Einzelhändler importieren viele Kleidungsstücke und Waren aus Ländern wie China und Vietnam. Die von Trump verhängten Zölle führten jahrelang zu zusätzlichen Kosten. Mit dem Wegfall der Zölle verbessern sich die Margen, was Anleger umgehend honorieren.
Trump überschritt seine Befugnisse
Laut Höchstgericht hatte Trump keine rechtliche Grundlage, um die Importzölle zu erheben. Seine Regierung berief sich auf ein Notstandsgesetz, das für die nationale Sicherheit gedacht ist, setzte dieses jedoch laut den Richtern falsch ein.
Einige der Zölle wurden als Vergeltungsmaßnahme gegen Länder präsentiert, die angeblich „unfaire Handelspraktiken“ betreiben. Andere hatten mit der Bekämpfung von Fentanyl-Schmuggel zu tun, aber auch diese Verbindung sah der Richter als unzureichend begründet an.
Zölle belasteten jahrelang die Gewinnmargen
Seit der Einführung der Zölle stiegen die Importkosten erheblich, insbesondere für Unternehmen, die auf Niedriglohnländer in Asien angewiesen sind. Branchenverbände warnten bereits früher, dass die zusätzlichen Lasten von den Verbrauchern in Form höherer Preise gespürt würden.
Jetzt, da die Zölle rückgängig gemacht werden, erwarten Analysten, dass mehrere große Einzelhändler ihre Gewinnerwartungen anheben werden. Die Investmentbank Wedbush bezeichnet das Urteil als „Wendepunkt für den amerikanischen Einzelhandelssektor“.
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