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Der Krieg gegen Iran sollte kurz und entscheidend sein. So lautete das Versprechen nach den ersten Angriffen der Vereinigten Staaten. Inzwischen ist daraus ein Konflikt ohne absehbares Ende geworden. Das US-Militär verlängert die Einsätze nun bis weit ins Jahr 2027 hinein, während Donald Trump hinter verschlossenen Türen über ein Ende des Krieges spricht.

Krieg gegen Iran verlängert Militäreinsätze

„Das ist kein zweiter Irak und kein Einsatz ohne Ende“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth Anfang März im Pentagon. Trump ging damals von vier Wochen aus.

Sechs Monate später sind noch immer rund 50.000 Soldaten in der Region stationiert, vor allem um Trump militärischen Handlungsspielraum zu sichern. Sie fangen iranische Raketen ab, eskortieren Handelsschiffe durch die Straße von Hormus und blockieren iranische Häfen.

Kriegsschiffe, Luftabwehr und Fallschirmjäger bleiben länger als geplant, berichtet The Wall Street Journal.

Bei Luftabwehreinheiten wurde die reguläre Einsatzdauer von neun auf zwölf Monate verlängert, also um ein Drittel. Teile der 82nd Airborne Division könnten bis 2027 in der Region bleiben, wie aus einem Schreiben an Angehörige hervorgeht.

In der Region befinden sich 19 Kriegsschiffe, darunter zwei Flugzeugträger. Bryan Clark, früher ranghoher Marinevertreter und heute beim Thinktank Hudson Institute tätig, sieht darin eine bewusste Entscheidung.

„Die Struktur ist darauf ausgelegt, über längere Zeit durchzuhalten – also bis weit ins kommende Jahr“, sagt Clark.

Was will Trump eigentlich?

Trump berät nach Angaben von US-Regierungsvertretern mit engen Vertrauten darüber, ob er den Krieg gegen Iran für beendet erklären kann. Er selbst soll dem Gedanken nicht abgeneigt sein.

Das wirkt vor allem wie eine politische Entscheidung. Seine Berater warnen, eine weitere Eskalation könne den Republikanern bei den Wahlen im November schaden. Trump selbst betont allerdings, die Wahlen spielten keine Rolle.

Ein Schlussstrich unter den Krieg würde nicht bedeuten, dass der Druck nachlässt. Im Gegenteil: In den vergangenen Wochen wurde er erhöht, in der Vorwoche kam eine neue Sanktionskampagne hinzu, die als „wirtschaftlicher D-Day“ vorgestellt wurde.

Die Kampagne trägt den Namen Operation Economic Outcast und soll Iran dazu zwingen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nach Darstellung der Regierung handelt es sich um den bislang größten finanziellen Angriff auf einen Gegner der USA.

Ziel sei es, die letzten wirtschaftlichen Lebensadern des Regimes zu kappen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, mit. Die Blockade iranischer Häfen bleibt unverändert in Kraft.

In Iran ist das spürbar. Die Inflation stieg auf über 80 Prozent, das Land stellte auf eine Überlebenswirtschaft um.

Teheran bezeichnet die Kampagne als „wirtschaftlichen Terrorismus“ und erklärt, die Straße von Hormus erst wieder zu öffnen, wenn der wirtschaftliche Druck endet. Andernfalls werde das Land auch nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Washington verfolgt genau den gegenteiligen Ansatz und hält den Druck als Hebel für eine Einigung über das Atomprogramm aufrecht.

Seit Sonntag überziehen sich die beiden Länder erneut mit Angriffen. Trump sagte gestern, das Militär stehe bereit, jederzeit erneut zuzuschlagen.

„Wir sehen alles, was sie tun“, sagte er. „Sie können nicht einmal auf die Toilette gehen, ohne dass wir es mitbekommen.“

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