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Tether muss bei seinen Bitcoin-Aktivitäten in Uruguay einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Der Herausgeber des Stablecoins USDT hat zwei Mining-Standorte stillgelegt, nachdem es zum Konflikt mit dem staatlichen Unternehmen gekommen war, das in Uruguay für die Stromversorgung zuständig ist.
Die Standorte sind seit Juli ohne Strom, nachdem die Verhandlungen über die Stromlieferung festgefahren waren. In das betroffene Projekt sind rund 120 Millionen Dollar geflossen. Dennoch will Tether seine Ambitionen im Bitcoin-Mining nicht aufgeben.
Bitcoin-Mining erfordert enorme und vor allem dauerhaft verfügbare Strommengen. Leistungsstarke Rechner laufen rund um die Uhr, um das Bitcoin-Netzwerk abzusichern und Transaktionen zu verarbeiten. Im Gegenzug können Miner BTC verdienen.
Ohne Strom kommt dieser Betrieb vollständig zum Erliegen. Genau das ist nun an zwei Standorten von Tether in Uruguay passiert, nachdem das Unternehmen keine Einigung mit dem staatlichen Energieversorger vor Ort erzielen konnte.
Der Fall zeigt zugleich eine der größten Schwachstellen des Bitcoin-Minings. Selbst Spezialhardware im Wert von Millionen ist wenig wert, wenn günstiger und verlässlicher Strom ausfällt.
Die Probleme bedeuten nicht, dass sich Tether aus dem Bitcoin-Mining zurückzieht. Das Unternehmen versucht vielmehr, immer mehr Teile des Prozesses selbst zu kontrollieren.
So brachte Tether Anfang des Jahres eigene Software zur Verwaltung von Mining-Aktivitäten auf den Markt. Zudem arbeitet das Unternehmen an Technologie und Hardware für Bitcoin-Miner und investiert in Energieunternehmen.
Tether hält beispielsweise einen Anteil von 70 Prozent an Adecoagro, einem Unternehmen, das unter anderem im Bereich erneuerbare Energien aktiv ist. Damit will Tether unabhängiger von externen Anbietern werden – insbesondere bei einem der wichtigsten Kostenfaktoren im Bitcoin-Mining: Strom.
Der Konflikt in Uruguay zeigt, warum diese Strategie entscheidend sein kann. Tether kann über Rechner, Software und Mining-Standorte verfügen – ohne verlässliche Energieversorgung steht eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe dennoch still.
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