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Tesla hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient als von Analysten erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 33 US-Cent, während der Markt mit 51 Cent gerechnet hatte. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen um mehr als ein Drittel. Anleger reagierten prompt: Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel mehr als 3 Prozent.
Die Zahlen bestätigen die Sorgen, die Anleger bereits im Vorfeld hatten. Tesla investiert derzeit massiv in KI, Produktionskapazitäten und neue Werke. Diese Ausgaben belasten die Profitabilität spürbar.
Der freie Cashflow lag bei minus 1,09 Milliarden Dollar. Damit floss mehr Geld aus dem Unternehmen ab, als hereinkam. Bemerkenswert ist, dass dies der einzige Lichtblick in den Zahlen war: Analysten hatten mit einem deutlich höheren Fehlbetrag von 3,64 Milliarden Dollar gerechnet. In diesem Punkt schnitt Tesla also erheblich besser ab als befürchtet.
Tesla betont in der Mitteilung, dass die Bilanz weiterhin solide sei und das Unternehmen über ausreichend liquide Mittel verfüge, um die ehrgeizigen Ausbaupläne in den Bereichen KI und Produktionskapazitäten weiter zu finanzieren. An der Prognose für die Investitionsausgaben ändert sich vorerst nichts, auch wenn sich das im späteren Analystengespräch noch ändern könnte.
Die Zahlen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Anleger blicken in dieser Woche besonders kritisch auf Techkonzerne, die Milliarden in KI investieren, ohne bislang unmittelbare Erträge vorweisen zu können. Am Abend legt auch Alphabet seine Quartalszahlen vor. Zusammen gelten die beiden Unternehmen als Gradmesser für die Stimmung im gesamten KI-Sektor.
Bei Tesla geht es dabei vor allem um die Glaubwürdigkeit der größeren Vision rund um selbstfahrende Taxis und Robotik. Solange das klassische Autogeschäft unter Druck steht, müssen genau diese Zukunftspläne die hohe Bewertung der Aktie rechtfertigen. Die Erläuterungen von Konzernchef Elon Musk im Tagesverlauf werden damit mindestens so wichtig wie die Zahlen selbst.
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