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Die US-Investmentgesellschaft Strive hat erneut Hunderte Millionen Dollar in Bitcoin (BTC) investiert. Das von Matt Cole geführte Unternehmen tätigte damit seinen bislang größten Bitcoin-Kauf und zählt inzwischen zu den größten börsennotierten Bitcoin-Haltern.

Zugleich kündigte Strive Pläne an, bis zu einer weiteren Milliarde Dollar aufzunehmen.

Strive kauft mehr als 6.000 Bitcoin in einer Woche

Strive kaufte zwischen dem 17. und 23. Oktober insgesamt 6.182 BTC für rund 511,4 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis einschließlich Nebenkosten lag bei 82.732 Dollar je Bitcoin. Das geht aus Unterlagen hervor, die am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurden.

Durch den Kauf steigt der gesamte Bitcoin-Bestand von 36.818 auf genau 43.000 BTC. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 81.311 Dollar entspricht das einem Marktwert von knapp 3,5 Milliarden Dollar.

Es ist der größte Einzelkauf, seit Strive mit dem Aufbau einer eigenen Bitcoin-Reserve begonnen hat. Das Unternehmen kommt damit seinem Ziel näher, den Bestand an der Kryptowährung kontinuierlich auszubauen.

Strive rückt inzwischen nahe an andere große Unternehmen mit Bitcoin-Beständen heran. Twenty One Capital hält 43.514 BTC, der Abstand beträgt damit nur noch 514 Bitcoin. Auch das japanische Unternehmen Metaplanet liegt mit einem um rund 1.000 BTC höheren Bestand in Reichweite.

Mit dem Kauf verringert Strive den Abstand zu einigen der bekanntesten Unternehmen, für die Bitcoin ein wesentlicher Bestandteil ihrer Finanzstrategie ist.

Bitcoin-Reserve mit Hunderten Millionen Dollar im Minus

Der umfangreiche Kauf bedeutet allerdings nicht, dass Strive mit seinem Bitcoin-Bestand derzeit im Gewinn liegt. Den Unterlagen zufolge hat das Unternehmen für seinen gesamten Bestand rund 3,8 Milliarden Dollar ausgegeben.

Der durchschnittliche Kaufpreis einschließlich Kosten beträgt 87.785 Dollar je Bitcoin. Bei einem Marktwert von rund 3,5 Milliarden Dollar liegt der Wert des Bestands damit gut 300 Millionen Dollar unter den gesamten Anschaffungskosten.

Das verdeutlicht das Risiko dieser Strategie. Fällt der Bitcoin-Kurs, kann der Wert der Unternehmensreserven rasch sinken. Bei einer Erholung profitiert Strive dagegen unmittelbar vom Kursanstieg.

Unterdessen ist das Liquiditätspolster des Unternehmens deutlich gewachsen. Die liquiden und kurzfristig verfügbaren Mittel stiegen innerhalb einer Woche von 317,5 Millionen auf 504,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 186,9 Millionen Dollar.

Darüber hinaus hält Strive 505.000 Vorzugsaktien von Strategy, dem Bitcoin-Unternehmen von Michael Saylor. Diese Aktien hatten am 23. Oktober einen Marktwert von insgesamt rund 50,2 Millionen Dollar.

Strive will bis zu einer weiteren Milliarde Dollar aufnehmen

Neben dem großen Bitcoin-Kauf hat Strive ein neues Finanzierungsprogramm angekündigt. Über den Verkauf von Vorzugsaktien mit der Bezeichnung SATS will das Unternehmen bis zu einer Milliarde Dollar aufnehmen können.

Dafür hat Strive Vereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten geschlossen, darunter Cantor Fitzgerald und Barclays. Die Aktien können je nach Marktlage schrittweise über die Börse verkauft werden.

Die Vorzugsaktien sind mit einem jährlichen Dividendensatz von 15 Prozent ausgestattet. Damit will Strive Anleger ansprechen, die Dividendenerträge suchen, und zugleich zusätzliches Kapital aufnehmen.

Das neue Programm bedeutet allerdings nicht, dass Strive sofort eine Milliarde Dollar zufließt. Der Betrag ist die Obergrenze für die möglichen Aktienverkäufe.

Strive hat inzwischen sieben Millionen SATS-Aktien im Umlauf. Zudem ist die Zahl der ausstehenden Stammaktien in der vergangenen Woche gestiegen. Für bestehende Aktionäre kann dies eine Verwässerung ihrer Beteiligung bedeuten.

Die Ausweitung ist Teil der Strategie von Strive, seine Bitcoin-Reserve mithilfe verschiedener Finanzierungsinstrumente weiter auszubauen. Dafür setzt das Unternehmen nicht nur vorhandene liquide Mittel ein, sondern kann auch durch die Ausgabe von Aktien neues Kapital aufnehmen.

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