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Strategy hat erneut einen Bitcoin-Kauf angekündigt. In den vergangenen Monaten waren solche Käufe längst nicht mehr jede Woche vorgekommen. Das Unternehmen mit den weltweit größten Bitcoin-Beständen hat für mehrere Dutzend Millionen Dollar nachgekauft. Der Großteil der Mittel floss allerdings in einen anderen Bereich.
Das Unternehmen des Bitcoin-Befürworters Michael Saylor hat vergangene Woche 811 Bitcoin für insgesamt 65,57 Millionen Dollar gekauft. Für Strategy ist das ein vergleichsweise kleiner Zukauf, allerdings der größte seit der Woche vom 21. September.
Nach den jüngsten Käufen hält das an der Nasdaq notierte Unternehmen 849.327 Bitcoin im Gesamtwert von knapp 66 Milliarden Dollar.
Strategy kaufte Ende 2020 als erstes börsennotiertes Unternehmen Bitcoin. Die hohen Barreserven verloren durch die Geldentwertung an Kaufkraft, während das Softwaregeschäft kaum wuchs. Saylor hielt Bitcoin für einen besseren Wertspeicher als Bargeld.
Kein anderes Unternehmen ist den Bitcoin-Beständen von Strategy je nahegekommen. Zudem übertrifft Saylor Jahr für Jahr eigene Rekorde: 2025 investierte das Unternehmen die bislang höchste Summe, 2024 kaufte es mit 258.320 Bitcoin die größte Menge.

Strategy hat vergangene Woche 1,18 Millionen MSTR-Aktien ausgegeben und damit 164 Millionen Dollar aufgenommen. Nicht das gesamte Kapital floss in Bitcoin: Das Unternehmen kaufte auch eigene STRC-Aktien für 208,2 Millionen Dollar zurück.
Diese Vorzugsaktien sind ein wichtiges Finanzierungsinstrument der Bitcoin-Strategie. Sie verbinden Merkmale von Aktien und Krediten. Anleger haben kein Stimmrecht, erhalten aber Dividenden und werden bei der Auszahlung gegenüber Stammaktionären bevorzugt.
Die übrigen 109,77 Millionen Dollar für den Rückkauf stammten aus den frei verfügbaren Barreserven, die nun noch 132,7 Millionen Dollar betragen. Zusätzlich verfügt Strategy über eine Reserve von 4,79 Milliarden Dollar, die ausschließlich für finanzielle Verpflichtungen vorgesehen ist: Kreditzinsen und Dividenden auf Vorzugsaktien wie STRC.
Strategy konzentriert sich schon seit einiger Zeit vor allem auf STRC. Der Kurs brach im Sommer um rund 26 Prozent ein. Neue Aktien kann das Unternehmen jedoch nur bei einem Kurs von 100 Dollar ausgeben. Vergangene Woche kündigte Strategy noch den bislang größten Rückkauf im Wert von 205 Millionen Dollar an. Insgesamt belaufen sich die Rückkäufe inzwischen auf 2,25 Milliarden Dollar.
Zudem hat Strategy die Dividende von 11,5 auf 12 Prozent angehoben. Sie wird künftig täglich statt monatlich ausgezahlt. Auch die Reserve von 4,79 Milliarden Dollar wurde als Reaktion auf die früheren Probleme aufgebaut.
Inzwischen hat sich der STRC-Kurs nahezu vollständig erholt. Damit könnte das Unternehmen über die Vorzugsaktien wieder neues Kapital aufnehmen. Seit der Einführung im Sommer vergangenen Jahres hat STRC bereits mehr als 21 Milliarden Dollar eingebracht. Das Geld floss vollständig in Bitcoin.
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