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Strategy setzt seine Käufe von Bitcoin (BTC) vorerst aus. Nach fünf Wochen mit Zukäufen in Folge investierte das Unternehmen mit den weltweit größten Bitcoin-Reserven vergangene Woche sämtliche Mittel in STRC. Über dieses börsengehandelte Wertpapier hatte Strategy lange Zeit den Ausbau seiner Bitcoin-Bestände finanziert. Die Stabilisierung dieser Finanzierungsquelle hat für das Unternehmen schon seit Längerem Vorrang.
Das Unternehmen von Michael Saylor, einem der wohl entschiedensten Bitcoin-Befürworter, gab vergangene Woche rund 205 Millionen Dollar für den Rückkauf eigener STRC-Aktien aus. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor, die heute Nachmittag veröffentlicht wurde.
Es ist der bislang größte Rückkauf innerhalb einer Woche. In den vergangenen 15 Wochen kaufte Strategy STRC-Aktien für mehr als 2 Milliarden Dollar zurück. Im selben Zeitraum flossen weniger als 700 Millionen Dollar in Bitcoin.
Der Bitcoin-Bestand bleibt damit bei 848.517 BTC, die das Unternehmen zu einem Durchschnittspreis von 75.446 Dollar erworben hat. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von 79.500 Dollar ergibt sich ein Buchgewinn von rund 3,28 Milliarden Dollar. Auf dem Höhepunkt des Bullenmarktes im Oktober vergangenen Jahres hatte der gesamte Buchgewinn noch mehr als 70 Milliarden Dollar betragen.
STRC ist eine sogenannte Vorzugsaktie, die Merkmale einer Anleihe und einer Aktie verbindet. Anleger erhalten eine feste Ausschüttung von 12 Prozent im Jahr. Das Papier wird als wertstabile Anlage vermarktet, deren Kurs bei etwa 100 Dollar liegen soll.
Seit dem Börsengang im Juli 2025 war STRC die wichtigste Finanzierungsquelle für die Bitcoin-Käufe. Nach Angaben von STRC.live nahm Strategy darüber bereits mehr als 21 Milliarden Dollar auf und kaufte damit über 180.000 Bitcoin.
Mitte Mai kam diese Finanzierung zum Erliegen. Strategy tilgte damals Schulden in Höhe von rund 1,4 Milliarden Dollar und griff dafür auf die Dividendenreserve zurück. Diese schrumpfte auf etwa 871 Millionen Dollar. Damit reichte sie nur noch für sechs Monate an Ausschüttungen statt für die angestrebten zwei Jahre.
Das verunsicherte die Anleger. Der fallende Bitcoin-Kurs verschärfte die Lage: Innerhalb von zwei Monaten war er um rund 26 Prozent gesunken. Die wichtigste Finanzierungsquelle versiegte.
Die Grafik zeigt die Folgen: In den ersten fünf Monaten 2026 wuchs der Bestand um mehr als 171.000 Bitcoin, seit Juni kamen weniger als 5.000 hinzu.
Damit rückten Bitcoin-Käufe in den Hintergrund. Strategy konzentrierte sich auf STRC, um über das Papier später wieder weitere Coins finanzieren zu können.

Um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, füllte Strategy die Dividendenreserve durch den Verkauf von MSTR-Stammaktien wieder auf. Sie beträgt inzwischen 4,83 Milliarden Dollar und ist damit mehr als fünfmal so hoch wie im Mai.
Zudem verkaufte das Unternehmen in diesem Sommer erstmals seit 2022 einen Teil seiner Bitcoin-Bestände. Die Ausschüttungen für STRC erfolgen inzwischen zweimal im Monat. Das Rückkaufprogramm erhöhte Strategy kürzlich auf 3 Milliarden Dollar.
Die Maßnahmen zeigen Wirkung: STRC notiert wieder über 99 Dollar. Vergangene Woche erreichte der Kurs sogar beinahe wieder die Marke von 100 Dollar.

Allerdings schmilzt die separate Reserve für die Rückkäufe rasch. Sie sank allein vergangene Woche um 46 Prozent auf 242,4 Millionen Dollar.
Am 11. November steht die nächste Bewährungsprobe an. Dann gibt der Indexanbieter MSCI bekannt, welche Unternehmen aus seinen viel beachteten Indizes ausscheiden. Sollte Strategy dazugehören, müssten Fonds, die diese Indizes abbilden, ihre MSTR-Aktien verkaufen. Dabei finanziert Strategy die Stabilisierung von STRC derzeit gerade über den Verkauf dieser Aktien.
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