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Der Herausgeber des Stablecoins USDT, Tether, plant, in den nächsten anderthalb Jahren 150 neue Mitarbeiter einzustellen. Damit wächst das weltweite Personal auf etwa 450 Personen.
Laut der Wirtschaftszeitung Financial Times ist diese Expansion Teil einer umfassenderen Strategie, um den Einfluss des Unternehmens weiter auszubauen. Analysten sehen darin einen klaren Versuch, seine dominante Position im Kryptobereich zu festigen.
Tether beschäftigt derzeit etwa 300 Mitarbeiter. Das Unternehmen möchte vor allem Ingenieure einstellen. Zudem werden unter anderem KI-Filmemacher in Italien, Investment-Spezialisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Regulierungsexperten in Ghana und Brasilien gesucht.
Diese Expansion kommt nicht aus dem Nichts. USDT ist im vergangenen Jahr erheblich gewachsen. Der Marktwert des Stablecoins stieg von etwa 140 Milliarden Dollar auf rund 185 Milliarden Dollar. Damit bleibt USDT der mit Abstand größte Stablecoin weltweit und stellt einen wesentlichen Bestandteil des täglichen Kryptohandels dar.
CEO Paolo Ardoino sprach kürzlich auf einer Konferenz in San Salvador über die Ambitionen des Unternehmens. Laut Ardoino arbeitet Tether an einem eigenen technologischen Ökosystem, das Finanzdienstleistungen mit Kommunikation, KI und Energie kombiniert. Das Unternehmen will damit über den alleinigen Fokus auf Stablecoins hinaus operieren.
Das zeigt sich auch in den Investitionen des Unternehmens. So hat Tether Beteiligungen in der südamerikanischen Landwirtschaft und im italienischen Fußballverein Juventus. Zudem investiert es in Technologien rund um Robotik, Satelliten und KI.
Bemerkenswert ist die Investition von etwa 775 Millionen Dollar in Rumble, eine Alternative zu YouTube. Diese Plattform hat kürzlich eine nicht-verwahrende Krypto-Wallet eingeführt, die direkt in den Videodienst integriert ist. Zudem investierte Tether 150 Millionen Dollar in Gold.com und 100 Millionen Dollar in Anchorage Digital, einen in den USA regulierten Akteur im Bereich Krypto-Infrastruktur.
Das Wachstum erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb zunimmt. So ging der Rivale Circle im vergangenen Jahr an die Börse. Gleichzeitig blicken Aufsichtsbehörden weltweit zunehmend kritisch auf Stablecoins und die dahinter stehenden Reserven.
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