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An der Wall Street herrscht Feierlaune: Der S&P 500 ist heute auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Erstmals in seiner Geschichte stand die Marke von 7.800 Punkten auf der Kurstafel. Ausschlaggebend sind vor allem die veränderten Zinserwartungen.
Nach den neuen Inflationsdaten von heute rechnet der Markt in diesem Jahr nicht mehr mit Zinserhöhungen durch die Federal Reserve.
Der heutige Kursanstieg ist für sich genommen nicht außergewöhnlich. Der Index der 500 größten US-Unternehmen liegt 0,69 Prozent im Plus.
Bereits in der vergangenen Woche war der Kurs nach oben ausgebrochen. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzt sich die Aufwärtsbewegung nun fort.

Erst nach der Eröffnungsglocke gewann der Index richtig an Dynamik. Entscheidend war vor allem der Erzeugerpreisindex (PPI), der eine Stunde zuvor veröffentlicht wurde. Besonders wichtig waren dabei die monatlichen Inflationsdaten: Das Preisniveau blieb im Schnitt unverändert, erwartet worden war ein Anstieg um 0,2 Prozent.
Gestern war der Verbraucherpreisindex (CPI) exakt wie erwartet ausgefallen. Die jährliche Inflation lag bei 3,4 Prozent. Das wurde positiv aufgenommen, weil die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 38 auf 32 Prozent sank.
Nach den heutigen Zahlen ist sie weiter auf 32 Prozent gesunken. Inzwischen wird selbst für die Zinssitzungen im Oktober und Dezember kein weiterer Zinsschritt mehr erwartet.
Nach den Inflationsdaten gaben die Renditen von Staatsanleihen nach. Die risikofreie Alternative wirft damit weniger ab, wodurch Aktien automatisch attraktiver werden.
Das hilft auch bei der Finanzierung der enormen KI-Investitionen. Rechenzentren werden immer häufiger mit Fremdkapital gebaut.
Hinzu kommt, dass die Gewinne aus diesen Projekten weit in der Zukunft liegen. Je niedriger die Zinsen, desto höher ist der heutige Wert dieser künftigen Erträge. Entsprechend legte der Nasdaq 100 heute mit einem Plus von 1,26 Prozent noch stärker zu.
Auch der Ölpreis spielt den Börsen heute in die Karten. Brent fällt den zweiten Tag in Folge, obwohl die Spannungen rund um die Straße von Hormus keineswegs nachgelassen haben.
Donald Trump will Iran mit wirtschaftlichem Druck in die Knie zwingen, während Teheran die für den Ölhandel zentrale Meerenge nicht öffnen will, solange die Vereinigten Staaten ihre Haltung nicht ändern. In dieser Woche wurden zudem erneut Schiffe im Golf von Oman und im Roten Meer angegriffen.
Trump sagte am Dienstag, es gebe gewissermaßen Verhandlungen. Zugleich betont er weiter, dass er Iran nicht vertraue.
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