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Dem Kryptonetzwerk Solana (SOL) steht eine wichtige Umstellung bevor. Heute wird ein umfangreiches Update eingespielt, das die Transaktionsverarbeitung deutlich verbessern soll.
In den vergangenen Monaten wurde das Update ausgiebig getestet. Dabei lief jedoch nicht alles nach Plan. Gelingt die Umstellung, könnte Solana für Händler und Zahlungsdienstleister deutlich attraktiver werden.
Das Update namens Alpenglow ist die größte Änderung am Solana-Netzwerk seit 2020. Mit dem neuen System sollen Transaktionen etwa 40-mal schneller endgültig bestätigt werden.
Derzeit dauert es rund sechs Sekunden, bis eine Transaktion endgültig bestätigt ist. Mit Alpenglow soll sich diese Zeit auf nur 150 Millisekunden verkürzen, also 0,15 Sekunden.
Ethereum ist in dieser Hinsicht deutlich langsamer. Dort dauert es etwa 13 Minuten, bis eine Transaktion endgültig bestätigt ist.
Das ist vor allem für Händler und Zahlungsdienstleister relevant. Innerhalb von sechs Sekunden können sich Kurse erheblich verändern. Auch Kryptobörsen müssen mitunter warten, bevor sie eine Einzahlung als endgültig bestätigt verbuchen können.
Alpenglow verändert die Zusammenarbeit der Validatoren. Dabei handelt es sich um Computer, die Transaktionen prüfen und über deren Gültigkeit entscheiden.
Derzeit werden ihre Abstimmungen direkt auf der Blockchain gespeichert. Das neue System verarbeitet diese außerhalb der Blockchain und bündelt sie anschließend. Dadurch lassen sich Transaktionen schneller abschließen.
Auch die Kosten für Validatoren sinken. Derzeit zahlen sie für ihre Abstimmungen Gebühren von rund 2 SOL pro Tag. Mit Alpenglow wird stattdessen ein fester Betrag von 0,8 SOL pro Tag fällig. Damit zahlen Validatoren etwa 60 Prozent weniger.
Robin Nordnes, Chef des Infrastrukturunternehmens Raiku, rechnet mit einem starken Rückgang der erfassten Transaktionen. Das bedeute jedoch nicht, dass das Netzwerk weniger genutzt werde. Der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die Abstimmungen der Validatoren künftig außerhalb der Blockchain verarbeitet werden.
Die Einführung von Alpenglow verlief nicht reibungslos. Seit Anfang Mai musste das Testnetzwerk sechsmal vollständig neu gestartet werden.
Auch ein früherer Versuch, auf das neue System umzustellen, schlug fehl. Die Umstellung musste rückgängig gemacht werden.
Nach Angaben von Galaxy Digital, das an den Tests beteiligt war, verlief eine spätere Umstellung hingegen erfolgreich. Sämtliche Probleme traten im Testnetzwerk auf. Echte Gelder waren daher nicht gefährdet.
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