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Die Zwischenwahlen in den USA stehen bevor. Am 3. November entscheiden die Amerikaner über die Zusammensetzung des Kongresses für die kommenden zwei Jahre. Nicht nur politisch steht viel auf dem Spiel. Auch für Anleger könnte der Wahlausgang von Bedeutung sein. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin (BTC) und US-Aktien nach diesen Wahlen häufig deutlich zulegen.
Seit dem Start von Bitcoin im Jahr 2009 gab es vier Zwischenwahlen in den USA. Im Jahr nach den letzten drei Wahlen stieg der Bitcoin-Kurs im Durchschnitt um 53,7 Prozent.
Die Wahlen von 2010 bleiben bei dieser Berechnung unberücksichtigt, da Bitcoin damals noch weitgehend unbekannt und der Markt sehr klein war. Im Jahr nach diesen Wahlen stieg der Kurs um 1.579 Prozent.
Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte Bitcoin erneut eine starke Phase bevorstehen. Die Kryptowährung notiert derzeit bei rund 80.000 Dollar und hat seit dem Tief von weniger als 60.000 Dollar im Juni bereits mehr als 35 Prozent zugelegt.
Ob die Wahlen tatsächlich für diese Kursanstiege verantwortlich sind, ist allerdings fraglich.
Bitcoin bewegt sich historisch betrachtet in Zyklen von etwa vier Jahren. Das hängt unter anderem mit dem Halving zusammen, bei dem sich die Vergütung für Bitcoin-Miner etwa alle vier Jahre halbiert.
Nach früheren Halvings stieg der Bitcoin-Kurs in der Regel deutlich. Etwa zwölf bis achtzehn Monate später erreichte er einen Höchststand, auf den eine längere Abwärtsphase folgte.
Auffällig ist, dass diese Schwächephasen mit den Wahljahren 2014, 2018 und 2022 zusammenfielen. Auch 2026 steht Bitcoin unter Druck.
Die Kurserholung nach früheren Wahlen könnte daher auch mit dem Beginn eines neuen Bitcoin-Zyklus zusammenhängen und nicht mit den Wahlen selbst.
Nicht nur bei Bitcoin zeigt sich ein auffälliges Muster. Auch der US-Aktienindex S&P 500 hat sich nach Zwischenwahlen in der Vergangenheit gut entwickelt.
Seit 1950 legte der Index im Jahr nach diesen Wahlen durchschnittlich um 15,17 Prozent zu, wie Daten von Hartford Funds zeigen. In anderen Jahren betrug der durchschnittliche Zuwachs 7,30 Prozent.
Die bevorstehenden Wahlen könnten zudem die politischen Mehrheitsverhältnisse in Washington verändern. Sollten die Demokraten die Mehrheit in einer oder beiden Kammern des Kongresses gewinnen, dürfte es für Trump schwieriger werden, seine Vorhaben umzusetzen.
Vor allem die Verhandlungen über die US-Staatsverschuldung, Verteidigungsausgaben und die Kryptoregulierung könnten dadurch schwieriger werden.
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