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Derzeit befinden wir uns in geopolitisch unsicheren Zeiten. Die Spannungen zwischen Israel, den USA und dem Iran eskalieren weiter, und ein Ende scheint noch nicht in Sicht. Dies hat weltweit Auswirkungen auf die Energiepreise und die Finanzmärkte.
Auch Bitcoin (BTC) bleibt nicht unberührt, zeigt jedoch diesmal eine andere Reaktion als in früheren Konflikten. Wie kommt das?
Wer sich die Entwicklung von Bitcoin ansieht, erkennt ein wiederkehrendes Muster. Sobald ein Konflikt ausbricht oder eskaliert, sinkt der Bitcoin-Kurs fast unmittelbar.
Lange Zeit hat Bitcoin damit seine Rolle als digitales Gold nicht erfüllt. Stattdessen sehen Anleger die Kryptowährung vor allem als Risikokapitalanlage an.
Das wurde während der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 deutlich. Kurz nach Kriegsausbruch fiel Bitcoin von etwa 39.000 Dollar auf rund 34.300 Dollar. Ein Verlust von fast dreizehn Prozent in kurzer Zeit.

Auch nach der Annexion der Krim 2014 folgte ein deutlicher Rückgang. Innerhalb von etwa drei Wochen sank Bitcoin von rund 610 Dollar auf etwa 360 Dollar. Das entspricht einer Abnahme von etwa 41 Prozent.

Doch dabei blieb es nicht. Nur zwei Monate später notierte Bitcoin bereits wieder um die 667 Dollar. Das bedeutete einen Anstieg von rund 85 Prozent vom Tiefpunkt aus.

Auch bei jüngeren Konflikten zeigt sich das gleiche Muster. Nach dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sank Bitcoin von etwa 28.000 Dollar auf rund 26.500 Dollar. Das ist ein Rückgang von etwa fünf Prozent. Innerhalb weniger Tage erholte sich der Kurs vollständig.

Im April 2024, als Israel und Iran direkt aufeinandertrafen, reagierte der Bitcoin-Kurs erneut stark. Er fiel von etwa 64.300 Dollar auf rund 60.000 Dollar. Ein Rückgang von fast sieben Prozent. Auch dieser Verlust wurde innerhalb weniger Tage weitgehend ausgeglichen.
Das Muster ist klar: Bitcoin fällt bei geopolitischen Schocks, manchmal deutlich. Danach folgt häufig eine schnelle Erholung. In vielen Fällen übersteigt der Kurs sogar das Niveau vor der Eskalation.
Auch bei den jüngsten Angriffen Ende Februar zeigt sich dieses Muster. Kurz vor den Angriffen Israels und der USA auf Iran lag der Bitcoin-Kurs bei rund 68.000 Dollar. Kurz danach fiel der Preis auf etwa 63.000 Dollar, ein Rückgang von mehr als sieben Prozent.

Danach folgte erneut eine schnelle Erholung. Anfang März notierte Bitcoin bereits wieder um die 74.000 Dollar, und Mitte März erreichte der Kurs sogar Niveaus über 76.000 Dollar.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist der Bitcoin-Kurs wieder auf etwa 66.400 Dollar zurückgefallen. Der Konflikt dauert an, und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.
Iran hat inzwischen die Straße von Hormus größtenteils für Frachtschiffe gesperrt. Durch diese schmale Meerenge fließt normalerweise etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öls.
Die Auswirkungen sind sofort sichtbar. Die Ölpreise sind stark gestiegen und liegen bei etwa 103 Dollar pro Barrel. Anfang des Monats erreichten die Preise sogar ein Hoch von rund 120 Dollar.
Laut dem Internationalen Energieagentur droht eine große Energiekrise. Ohne Eingreifen könnten die Energiepreise weiter steigen und der wirtschaftliche Schaden zunehmen.
Auch Larry Fink, CEO von BlackRock, warnt vor den Konsequenzen. Er prognostiziert, dass die Ölpreise auf 150 Dollar steigen könnten, was möglicherweise eine weltweite Rezession zur Folge hätte.
Wenn wir alle Konflikte nebeneinanderlegen, zeigt sich immer dasselbe Bild. Der Bitcoin-Kurs fällt oft direkt und stark bei Eskalationen. Sobald mehr Klarheit herrscht, folgt üblicherweise eine Erholung.
Das verdeutlich wie Bitcoin nach wie vor als risikoreiche Investition angesehen wird. In Zeiten der Unsicherheit ziehen sich Investoren häufig zuerst aus solchen Assets zurück.
Risikoreiche Investments sind Anlagen, die vor allem auf zukünftiges Wachstum setzen, wie Technologie- und KI-Unternehmen. Konflikte belasten diese Aussichten, da sie die Wirtschaft beeinträchtigen. Dadurch fallen diese Märkte in der Regel.
Sobald sich die Lage stabilisiert und die Auswirkungen besser absehbar sind, kehren Investoren zurück. Der Preis sucht dann ein neues Gleichgewicht, basierend auf allen zu diesem Zeitpunkt bekannten Informationen.
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