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Deutschland baut seine Position als größter regulierter Kryptomarkt innerhalb der Europäischen Union aus. Sechs deutsche Banken haben die Genehmigung erhalten, Kryptodienste nach den europäischen MiCA-Regeln anzubieten. Damit liegt das Land inzwischen deutlich vor Frankreich und den Niederlanden.

Bemerkenswert ist vor allem, wer die neuen Lizenzen erhält. Es handelt sich nicht um spezialisierte Kryptounternehmen, sondern um klassische Banken. Damit zeigt sich immer deutlicher, dass Krypto unter MiCA auch in der etablierten Finanzbranche ankommt.

Sechs deutsche Banken erhalten MiCA-Lizenz

Im Register der europäischen Aufsichtsbehörde ESMA sind inzwischen 331 Anbieter aufgeführt, die unter MiCA Kryptodienste anbieten dürfen.

Seit der letzten Aktualisierung vom 12. August sind sechs neue Institute hinzugekommen: Raiffeisenbank Aidlingen, Ihre Volksbank, VR-Bank Mittelfranken Mitte, Volksbank Euskirchen, VR Bank Ried-Überwald und Volksbank Backnang.

Alle sechs sind deutsche Genossenschaftsbanken. Mit ihren Zulassungen kommt Deutschland nun auf 79 registrierte Crypto-Asset Service Providers (CASPs). Dabei handelt es sich um Unternehmen und Finanzinstitute, die bestimmte Kryptodienste anbieten dürfen.

Das Wachstum ist deutlich. Ende Juni waren es noch 57 deutsche Anbieter. Seitdem kamen 22 hinzu, ein Plus von fast 39 Prozent.

Damit setzt sich Deutschland klar von anderen großen europäischen Märkten ab. Frankreich folgt mit 35 Anbietern, die Niederlande liegen mit 29 Registrierungen auf Platz drei.

Warum Deutschland so schnell wächst

MiCA soll dafür sorgen, dass Kryptounternehmen in der Europäischen Union möglichst einheitlichen Regeln unterliegen. Der Rahmen stellt unter anderem Anforderungen an Anbieter, die Krypto-Assets verwahren, Handelsplattformen betreiben oder andere Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anbieten.

Dass Deutschland die Rangliste anführt, liegt auch an seinem großen Finanzsektor. Das Land verfügt über zahlreiche Banken und Kreditinstitute, die Kryptodienste in ihr bestehendes Angebot aufnehmen können.

Zudem gab es in Deutschland schon vor MiCA eigene Lizenzanforderungen für bestimmte Kryptodienste. Bestehende Anbieter konnten nach Angaben der Aufsicht BaFin beim Übergang zu MiCA in einigen Fällen ein vereinfachtes Verfahren nutzen.

Die sechs neuen Genehmigungen zeigen zugleich, dass die Entwicklung breiter wird. Krypto wird nicht nur reguliert, sondern rückt auch immer stärker in Richtung klassischer Banken.

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