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Grayscale darf seinen Digital Large-Cap Fund in einen börsennotierten ETF umwandeln. Damit wird es direkt der größte Multi-Token-Crypto-ETF der Welt. Die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC hat diese Woche offiziell die Genehmigung erteilt, und das markiert erneut einen wichtigen Schritt in Richtung der Reife des Kryptomarktes.
Die Genehmigung gilt für das Digital Large-Cap Fund, das seit 2018 besteht und fast 755 Millionen Dollar an Vermögen verwaltet. Im Fonds dreht sich alles um die größten Kryptowährungen. Bitcoin (BTC) ist mit 80,2 Prozent bei weitem der größte. Ethereum (ETH) folgt mit 11,3 Prozent. Danach kommen XRP (4,8 Prozent), Solana (2,7 Prozent) und Cardano (0,81 Prozent).
Mit einer Kostenquote von 2,5 Prozent ist es nicht günstig, aber die Umwandlung in einen ETF macht es attraktiver für größere Investoren. Diese suchten bisher oft andere Wege aufgrund von begrenzter Handelbarkeit und Kursunterschieden.
Jahrelang profitierten Händler von Preisunterschieden zwischen dem Börsenwert der Grayscale-Fonds und den tatsächlichen Kryptowährungen dahinter. Da man die Anteile nicht für echte Münzen eintauschen konnte, entstanden Abweichungen. Diese Arbitragemöglichkeiten verschwinden nun schnell.
Laut der SEC soll der neue ETF den Wert der digitalen Münzen so genau wie möglich nachverfolgen. „Das Ziel ist, dass der Wert der Anteile mit dem der Kryptos übereinstimmt,“ schreibt die Aufsichtsbehörde.
Die Genehmigung folgt auf einen langwierigen Konflikt zwischen Grayscale und der SEC. Als die Aufsichtsbehörde 2022 eine ähnliche Anfrage für den Bitcoin Trust ablehnte, ging Grayscale vor Gericht. 2023 gewann das Unternehmen den Fall. Seitdem setzt Grayscale voll auf ETFs.
Vermögensverwalter Bitwise hofft nun, dass die SEC auch ihren Antrag genehmigt. Das Bitwise 10 Crypto Index Fund (BITW) besteht zu 79 Prozent aus Bitcoin, mit dem Rest verteilt auf unter anderem Ethereum, XRP, Solana, Cardano, Sui, Chainlink (LINK), Avalanche (AVAX), Litecoin (LTC) und Polkadot (DOT).
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