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Gestern war ein schwacher Tag für den Bitcoin-(BTC)-Kurs, und auch an der Wall Street fiel die Bilanz enttäuschend aus. Aus den börsengehandelten Fonds der Kryptowährung flossen Hunderte Millionen Dollar ab – die größte Verkaufswelle seit dem 13. Juli.
Verschiebt sich das Momentum erneut, oder besteht noch kein Grund zur Sorge?
Die zwölf Bitcoin-Fonds verzeichneten gestern einen Nettoabfluss von 282,56 Millionen Dollar. Anleger verkauften damit in dieser Höhe mehr Anteile, als sie kauften.
Hinter den Fondsanteilen liegen echte Bitcoin in Verwahrung, sodass Investoren über klassische Broker Zugang zu dem Coin erhalten. Jeder Anteil steht für einen kleinen Teil davon. Verkaufen Anleger unter dem Strich, verlassen Coins den Fonds, um diese Abflüsse zu decken. Das abgezogene Kapital wirkt sich damit letztlich auch auf den Markt selbst aus.
Überraschend traf es gestern vor allem den gemeinsamen ARB-Fonds von ARK Invest und 21Shares mit Abflüssen von 164,3 Millionen Dollar. Damit war es einer der schwächsten Handelstage seit dem Start Anfang 2024.
BlackRocks IBIT-Fonds, der größte Fonds mit mehr als 61 Milliarden Dollar an verwalteten Bitcoin, verlor 24,5 Millionen Dollar. Fidelitys FBTC-Fonds, die Nummer zwei am Markt, verzeichnete Abflüsse von 33,6 Millionen Dollar.
Für die Börsenprodukte war es bereits der dritte Verlusttag in Folge. Unter dem Strich wurden in dieser Woche inzwischen mehr als 449 Millionen Dollar Kapital abgezogen. Seit dem 1. September steht allerdings noch immer ein Plus von 320 Millionen Dollar zu Buche.

Die aktuelle Entwicklung steht damit in deutlichem Gegensatz zu den vergangenen Wochen.

Die Ethereum-Fonds hielten sich mit einem moderaten Minus von 29,9 Millionen Dollar deutlich besser. Die Solana-Fonds schrumpften um weniger als eine halbe Million Dollar, während die XRP-Fonds sogar mit einem Plus von 5,14 Millionen Dollar schlossen.
Gleichzeitig ist der Bitcoin-Kurs gestern um 2,22 Prozent gefallen. Es war der schwächste Tag seit dem 28. August. In dieser Woche schloss bislang jeder Tag im Minus, insgesamt steht ein Rückgang von fast 5 Prozent zu Buche.
Derzeit hält sich der Bitcoin-Kurs noch über 77.000 Dollar. Diese Marke dürfte darüber entscheiden, ob daraus eine größere Korrektur wird oder nicht. Dass Bitcoin nun zumindest eine Verschnaufpause einlegt, ist grundsätzlich eine gesunde Entwicklung.

Weiterhin wird intensiv darüber diskutiert, ob der Bärenmarkt bereits hinter uns liegt. Allein die Tatsache, dass sich der Kurs seit längerer Zeit in der Nähe seines Hochs behauptet, spricht jedoch dafür, dass der Boden bereits erreicht sein könnte.
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