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Die Aktie von SanDisk (SNDK) stieg am vergangenen Freitag um knapp 14 Prozent, nachdem das Unternehmen auf seinem Investor Day einen Auftragsbestand von rund 94 Milliarden Dollar vorgestellt hatte. Zugleich setzte sich der Chipkonzern das Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2030 eine Bruttomarge von etwa 80 Prozent zu erreichen. Auch heute legt die Aktie wieder deutlich zu.

KI-Rechenzentren treiben Nachfrage nach Speicherchips

Chairman und CEO David Goeckeler nutzte die Veranstaltung in Manhattan, um zu unterstreichen, dass der Sanierungsplan der vergangenen 18 Monate zunehmend greift. Die Zahlen kamen zu einem wichtigen Zeitpunkt, nachdem die Aktie mehrere Wochen unter Druck gestanden hatte.

SanDisk wurde im Februar 2025 von Western Digital abgespalten und erhielt kurz darauf eine eigenständige Börsennotierung. Das Unternehmen konzentriert sich auf NAND-Flashspeicher und Solid-State-Drives, also genau auf jene schnellen Speicherlösungen, die in KI-Rechenzentren zunehmend gefragt sind.

Diese Nachfrage schlägt sich inzwischen in einem außergewöhnlich großen Auftragsbestand nieder. Acht Kunden stehen zusammen für ein Vertragsvolumen von 93,9 Milliarden Dollar, von dem 91,1 Milliarden Dollar noch als Umsatz verbucht werden müssen.

Goeckeler peilt zudem eine Bruttomarge von nahezu 80 Prozent an. Rechnerisch hieße das: SanDisk will von 100 Dollar Umsatz rund 80 Dollar behalten, nachdem die direkten Produktionskosten bezahlt sind.

Seit Jahresbeginn liegt die Aktie inzwischen mehr als 571 Prozent im Plus und zählt damit zu den stärksten Werten im S&P 500. Heute gewinnt der Titel weitere 9 Prozent.

Die Aktie notiert inzwischen bei rund 1.790 Dollar, nachdem sie Ende Juli kurzzeitig unter 1.000 Dollar gefallen war. Damit legte sie innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen um 79 Prozent zu.

Kräftige Erholung bei SanDisk
Kräftige Erholung bei SanDisk. – Quelle: TradingView

SanDisk will Abhängigkeit von Chipzyklen verringern

Der NAND-Markt, also der Markt für Speicherchips, ist historisch stark zyklisch geprägt. Auf Phasen mit Knappheit und hohen Preisen folgen regelmäßig Überangebot und deutliche Preisrückgänge.

SanDisk versucht, diese Anfälligkeit mit langfristigen Verträgen und höheren Margen zu verringern. Neben einer Bruttomarge von rund 80 Prozent peilt das Unternehmen bis 2030 operative Margen von etwa 75 Prozent an, bei denen auch die Betriebskosten berücksichtigt werden.

Nach Einschätzung von Goeckeler dienten die vergangenen 18 Monate vor allem dazu, das Fundament neu aufzubauen. Nun müsse die Phase echter Wertschöpfung beginnen.

Analysten bleiben bei der Aktie überwiegend positiv. Sechzehn Analysten empfehlen den Kauf, drei stufen die Aktie als überdurchschnittlich ein, drei raten zum Halten.

Risiken bleiben dennoch. Ein Teil des Marktes befürchtet, dass die aktuelle Bewertung bereits über Jahre hinweg extrem hohe Margen einpreist. Sollte die Nachfrage nach NAND-Speicher nachlassen, könnte die Aktie rasch an Wert verlieren.

Vorerst verschafft der enorme Auftragsbestand SanDisk etwas, das in der Speicherbranche selten ist: Sichtbarkeit für künftige Umsätze in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar. Damit verfügt SanDisk für die kommenden Jahre über ein ungewöhnlich solides Fundament.

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