Nach einem langwierigen Rechtsstreit von fast fünf Jahren zieht sich Ripple aus der Berufung gegen die US-Aufsichtsbehörde SEC zurück. Damit erhält 74 Prozent der XRP-Gemeinschaft doch Recht. CEO Brad Garlinghouse bestätigt: Das Unternehmen möchte dieses Kapitel abschließen und sich vollständig auf Adoption und Wachstum konzentrieren.
XRP-Gemeinschaft sagte das richtige Ergebnis voraus
Auf X reagierte Garlinghouse auf eine Umfrage des Kanals Digital Assets Daily. Darin wurde gefragt, was Ripple nach der letzten Entscheidung von Richterin Torres tun würde. Ganze 74 Prozent der über 5.000 Teilnehmer sagten voraus, dass Ripple seine Berufung fallen lassen würde. Sie behielten Recht, denn kurz darauf bestätigte Ripple, dass es sich dem bestehenden Urteil fügen würde.
Mit allen Berufungen, Gegenberufungen und dem Antrag, das Urteil zu ändern, sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Letzte Woche wandten sich Ripple und die SEC an Richterin Analisa Torres. Sie wollten das Urteil zu Gunsten des Kryptounternehmens ändern. Es ging um eine niedrigere Strafe, von 125 auf 50 Millionen Dollar. Zudem wollte Ripple, dass die Sanktion, die den Verkauf von XRP an institutionelle Investoren verbietet, aufgehoben wird.
Die Richterin war jedoch klar dagegen. Sie stellte fest, dass „die Parteien nicht die Befugnis haben, untereinander zu vereinbaren, dass sie sich nicht an das Urteil halten müssen.“
Strafe endgültig, Ende der rechtlichen Unsicherheit
Ripple akzeptiert nun das ursprüngliche Urteil, einschließlich der Strafe von 125 Millionen Dollar. Damit ist die Strafe erheblich niedriger als die ursprüngliche Forderung von 2 Milliarden Dollar unter SEC-Vorsitzendem Gary Gensler. Obwohl formal noch auf eine mögliche Berufung der SEC gewartet wird, scheint es, als würde auch diese Aufsichtsbehörde es dabei belassen.
Für Ripple bedeutet dies einen wichtigen Schritt zur Normalisierung. Garlinghouse sagt, er wolle sich nun vollständig auf „Wachstum, Adoption und den Aufbau des Internet of Value“ konzentrieren. Damit ist eine lange Periode der rechtlichen Unsicherheit vorbei, was auch Raum für eine Erholung des XRP-Kurses geben könnte.
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