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Der XRP Ledger (XRPL) steht in der kommenden Woche vor einem der wichtigsten Software-Updates dieses Jahres. Die Version xrpld 3.3.0 enthält fünf neue Funktionen, über die die Validatoren des Netzwerks abstimmen sollen.
Zwei dieser Erweiterungen waren zuvor gestrichen worden, nachdem Forscher gravierende Sicherheitslücken entdeckt hatten. Nach mehreren Anpassungen werden sie nun erneut vorgelegt.
Nach Angaben von Jazzi Cooper, Head of Product bei RippleX, handelt es sich um die Funktionen Confidential MPT, Batch, Permission Delegation, Sponsored Fees and Reserves sowie Dynamic MPT.
Von den fünf vorgeschlagenen Funktionen sind Batch und Permission Delegation keine Neuentwicklungen. Beide Erweiterungen waren bereits früher eingebracht, später aber zurückgezogen worden, nachdem Forscher schwerwiegende Sicherheitslücken festgestellt hatten.
Mit Batch lassen sich bis zu acht Transaktionen verschiedener Konten in einem Schritt ausführen. Dabei gilt ein Alles-oder-nichts-Prinzip: Entweder werden alle Transaktionen erfolgreich verarbeitet oder keine. In früheren Tests entdeckten Sicherheitsforscher jedoch eine Schwachstelle bei der Prüfung digitaler Signaturen. Dadurch hätte ein Angreifer Transaktionen im Namen anderer Nutzer ausführen können, ohne über deren private Schlüssel zu verfügen.
Auch Permission Delegation erwies sich als anfällig. Die Funktion soll Unternehmen und Institutionen ermöglichen, einem anderen Konto begrenzte Rechte einzuräumen, ohne die vollständige Kontrolle über die Wallet zu übertragen. Durch eine Sicherheitslücke hätte ein Angreifer jedoch Transaktionskosten auf einen anderen Nutzer abwälzen und möglicherweise dessen XRP-Bestand leerräumen können.
Die drei übrigen Funktionen sind neu. Confidential MPT nutzt Zero-Knowledge-Proofs und Verschlüsselung, um Transaktionen mit Token abzuschirmen. Zugleich können Aufsichtsbehörden und Prüfer die Daten bei Bedarf weiterhin kontrollieren.
Mit Sponsored Fees and Reserves können Banken und andere Plattformen die Transaktionskosten und Reserveanforderungen ihrer Nutzer übernehmen. Neue Nutzer müssten dadurch nicht erst XRP kaufen, bevor sie das Netzwerk verwenden können.
Die dritte neue Funktion, Dynamic MPT, gibt Emittenten mehr Flexibilität. Eigenschaften eines Tokens, etwa Gebühren oder Metadaten, können nachträglich angepasst werden, ohne dass dafür ein vollständig neuer Token ausgegeben werden muss.
Bevor die neuen Funktionen tatsächlich aktiviert werden, müssen mindestens 80 Prozent der vertrauenswürdigen Validatoren zwei Wochen in Folge dafür stimmen. Damit entscheidet das Netzwerk selbst, welche Änderungen umgesetzt werden, und nicht Ripple.
Ob das Update diese Unterstützung erhält, ist noch offen. Frühere Vorschläge, darunter Batch, erreichten die erforderliche Mehrheit nicht. Auch andere jüngste Erweiterungen des XRP Ledgers, etwa das Kreditprotokoll und die Single-Asset-Vaults, haben derzeit noch deutlich zu wenig Rückhalt unter den Validatoren.
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