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Peter Schiff ruft Anleger erneut dazu auf, Bitcoin und die Strategy-Aktie zu verkaufen.
Der bekannte Goldverfechter sieht den jüngsten Anstieg von Gold und Silber als Beleg dafür, dass Kapital wieder in klassische harte Vermögenswerte fließt. Gold notiert bei rund 4.402 Dollar je Unze, Silber ist auf etwa 65,84 Dollar gestiegen. Bitcoin tendiert dagegen weitgehend seitwärts bei rund 64.000 Dollar.

Gold hat in den vergangenen vier Wochen knapp 7 Prozent gewonnen und liegt auf Sicht von zwölf Monaten fast 30 Prozent im Plus. Silber entwickelte sich noch stärker und verteuerte sich binnen eines Jahres um nahezu 74 Prozent.
Die Nachfrage kommt unter anderem von chinesischen institutionellen Investoren und Zentralbanken.
Zusätzliche Unterstützung erhielten Edelmetalle durch schwache US-Arbeitsmarktdaten. Sie dämpften die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve.
Normalerweise könnte das auch Bitcoin stützen. Nach Ansicht von Schiff geschieht jedoch das Gegenteil.
Er argumentiert, Bitcoin verhalte sich zunehmend wie „Anti-Gold“. Seine Logik: Bricht Gold nach oben aus, gerät Bitcoin unter Druck. Korrigiert Gold, kann sich Bitcoin vorübergehend erholen. Da Gold aus seiner Sicht wieder im Rally-Modus ist, rechnet er mit weiterem Druck auf Bitcoin.
Schiffs Warnung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Strategy verkaufte in der vergangenen Woche 1.690 Bitcoin für 108,6 Millionen Dollar. Im Schnitt erzielte das Unternehmen nach Kosten 64.262 Dollar je Bitcoin.
Der Erlös wurde für den Rückkauf von STRC-Aktien verwendet. STRC ist eine Vorzugsaktie von Strategy, die unter ihrem Nennwert gehandelt wird.
Zudem nahm Strategy durch den Verkauf von 6,59 Millionen Stammaktien 653,1 Millionen Dollar ein. Die Dollarreserve des Unternehmens stieg dadurch auf 4,65 Milliarden Dollar, während der Bitcoin-Bestand auf 840.447 BTC sank.
Auffällig ist, dass der Verkaufspreis unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von Strategy lag. Dieser beträgt dem Artikel zufolge rund 75.385 Dollar je Bitcoin. Damit brachte der jüngste Verkauf auf dem Papier einen Verlust.
Schiff sieht darin ein Problem. Aus seiner Sicht spricht der Verkauf nicht für normales Cashmanagement, sondern für Druck innerhalb der Finanzierungsstruktur von Strategy. Das Unternehmen muss Dollar beschaffen, während die Aktie und die Vorzugsaktien unter Belastung stehen.
Bitcoin-Befürworter dürften das anders sehen. Sie können argumentieren, dass Strategy lediglich seine Bilanz steuert und Liquidität nutzt, um die eigene Kapitalstruktur zu stützen. Zudem bleibt das Unternehmen mit mehr als 840.000 Bitcoin einer der größten Bitcoin-Halter der Welt.
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