Die Seifenoper zwischen OpenAI und Elon Musk bekommt ein scharfes neues Kapitel. In einem bemerkenswerten Gegenzug verklagt OpenAI den Tech-Milliardär nun selbst. Musk war einer der Gründer von OpenAI. Aber laut der Organisation ist Musk nicht einfach ausgestiegen, sondern hat versucht, das Unternehmen komplett zu übernehmen. Und sie behaupten, dafür überzeugende Beweise zu haben, in Form von auffälligen internen E-Mails.
Schlechte Absichten
Musk hat jedoch immer behauptet, dass OpenAI seine ursprüngliche Non-Profit-Mission aufgegeben habe. Aber laut durchgesickerten E-Mails sieht die Geschichte etwas anders aus. Schon im November 2015 begann Musk selbst, für einen kommerziellen Kurs zu plädieren.
Darüber hinaus soll sich der Unternehmer „schlecht gemeinten Taktiken“ schuldig gemacht haben und versucht haben, das Unternehmen durch eine „feindliche Übernahme“ an sich zu reißen. Laut OpenAI ging er sogar so weit, dass er ein falsches Angebot von 97 Milliarden Dollar vorlegte, nur um Chaos zu verursachen und den Prozess zu sabotieren.
Musk wollte gerade OpenAI übernehmen
Es wird noch schlimmer für Musk, sollten die Vorwürfe zutreffen. Die Dokumente enthüllen, wie der Tesla-CEO im Jahr 2017 vorschlug, ein For-Profit-Unternehmen zu gründen, in dem er vier der sieben Vorstandssitze bekommen würde. Sein Wunsch, CEO zu werden und das geistige Eigentum von OpenAI in eine separate kommerzielle Einheit zu überführen, stieß auf Widerstand im Team. Die Gründer äußerten sogar ihre Bedenken über eine mögliche „Diktatur.“
Als OpenAI nicht auf seine Pläne einging, zog Musk seine Finanzierung zurück und schlug Anfang 2018 sogar vor, OpenAI in Tesla zu integrieren. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt, woraufhin Musk als Co-Vorsitzender zurücktrat.
xAI
In der Zwischenzeit bleibt Musk natürlich nicht untätig. Er baut eifrig an seinem eigenen Künstlichen Intelligenz (AI) Unternehmen, xAI, das mittlerweile mit X fusioniert wurde und bereits eine solide Bewertung von 80 Milliarden Dollar hat. Dennoch bleibt OpenAI vorerst der unangefochtene König der AI-Landschaft. Mit einer kürzlichen Kapitalzufuhr von 40 Milliarden Dollar, angeführt von Schwergewichten wie SoftBank, erreicht ihre Bewertung mittlerweile 300 Milliarden Dollar.
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