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Nvidia (NVDA) bleibt das Aushängeschild der KI-Revolution. Zwar schwankte die Aktie in den vergangenen Monaten weniger stark als etwa Sandisk (SNDK) und Micron (MU), doch für Anleger bleibt Nvidia der wichtigste Gradmesser für die Stimmung im Halbleitersektor.
Mit einem Börsenwert von rund 4,76 Billionen Dollar ist Nvidia zudem das zweitgrößte börsennotierte Unternehmen der Welt. Doch da Halbleiteraktien unter Druck stehen, stellt sich die Frage, ob auch Nvidia vor einer stärkeren Korrektur steht. Newsbit-Analyst Erik Juffermans sieht eine entscheidende Unterstützungszone, die in den kommenden Wochen den Ausschlag geben könnte.
Halbleiteraktien haben seit dem vergangenen Monat deutlich nachgegeben. Auch Nvidia geriet unter Druck und fiel von rund 230 Dollar auf 190 Dollar. Nach Einschätzung von Juffermans bildet der Bereich zwischen 190 und 195 Dollar derzeit eine wichtige Unterstützung.
„Solange diese Zone hält, bleibt eine Erholung möglich. Schließt Nvidia jedoch darunter, steigt die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung 170 Dollar deutlich“, so der Analyst.
Dieses Niveau um 170 Dollar ist ihm zufolge das jüngste makroökonomische Tief. Sollte auch diese Unterstützung brechen, würde sich das technische Bild erheblich eintrüben.

Der Analyst betont, dass er nicht von einem Ende des KI-Zyklus ausgeht. Er hält es jedoch für möglich, dass die aktuelle Korrektur innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends noch eine Zeit lang anhält.
Im Wochenchart erkennt Juffermans zudem eine bärische Divergenz. Dabei markiert der Kurs höhere Hochs, während der RSI niedrigere Hochs ausbildet. In der technischen Analyse gilt das als klassisches Warnsignal.
„Eine solche Divergenz bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Kurs weiter fällt. Sie erhöht aber die Wahrscheinlichkeit einer längeren Korrektur. Verliert Nvidia die aktuelle Unterstützung, rückt zunächst die Marke von 170 Dollar in den Fokus. Bei anhaltendem Verkaufsdruck halte ich sogar eine Bewegung in Richtung 140 Dollar für möglich.“

Juffermans zufolge reicht der Blick auf Nvidia allein nicht aus. Die Aktie bewegt sich weitgehend im Gleichklang mit der Stimmung im breiteren Halbleitersektor.
Dafür nutzt er den Philadelphia Semiconductor Index (SOX), der die Entwicklung großer Halbleiterhersteller abbildet.
Der jüngste Rücksetzer des Sektors ist nach Ansicht des Analysten klar erkennbar. Von einer überzeugenden Erholung könne bislang jedoch keine Rede sein.
„Bevor ich wieder klar positiv werde, will ich zunächst sehen, dass der SOX die fallende Trendlinie durchbricht und die wichtige Marke von 12.000 Punkten zurückerobert. Solange das nicht geschieht, bleibt Vorsicht angebracht.“

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