Die Spannungen in der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) nehmen weiter zu. Der Tech-Milliardär Elon Musk, Gründer und Eigentümer des KI-Startups xAI, hat scharf gegen den Konkurrenten Anthropic ausgeteilt, kurz nachdem das Unternehmen eine Milliardeninvestition bekannt gegeben hatte.
Musk kritisiert Anthropic nach Mega-Deal scharf
Anthropic, bekannt für das KI-Modell Claude, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 30 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Finanzierung, angeführt unter anderem von Microsoft und NVIDIA, bewertet das Unternehmen nun mit 380 Milliarden US-Dollar.
Damit gehört Anthropic zu den wertvollsten KI-Unternehmen weltweit. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, wird jedoch weiterhin höher eingeschätzt, mit einer aktuellen Bewertung von etwa 500 Milliarden US-Dollar. Es wird sogar spekuliert, dass ein möglicher Börsengang bei einer Bewertung von 1 Billion US-Dollar erfolgen könnte.
Claude verzeichnet ein explosives Wachstum. Laut eigenen Angaben ist der jährliche Umsatz bereits auf 14 Milliarden US-Dollar gestiegen. Besonders das Programmierwerkzeug Claude Code ist beliebt und wird weltweit von Entwicklern genutzt, um schneller und effizienter zu programmieren.
Kurz nach der Ankündigung reagierte Musk scharf über X. In einem pointierten Post beschuldigte er Claude, „Weiße und Asiaten, insbesondere Chinesen, Heterosexuelle und Männer“ zu hassen. Er bezeichnete das Modell als „menschenfeindlich und bösartig“.
Musk schloss mit den Worten: „Du warst dem Untergang geweiht, als du dich Anthropic nanntest. Die Ironie ist unvermeidlich.“ Anthropic hat bislang nicht reagiert.
Rechtsstreit mit OpenAI zieht sich hin
Musk hat nicht nur Streit mit Anthropic. Der Unternehmer liegt schon länger mit OpenAI im Clinch, dem Unternehmen, das er 2015 selbst mitgegründet hat. 2018 verließ er das Unternehmen nach einem Konflikt über dessen Kurs. Inzwischen hat er OpenAI und den Partner Microsoft verklagt und fordert bis zu 134 Milliarden US-Dollar Schadensersatz.
Nach Musks Ansicht hat OpenAI seine ursprüngliche Non-Profit-Mission verlassen. Stattdessen habe sich das Unternehmen zu einem kommerziellen Imperium entwickelt, das eng mit Microsoft zusammenarbeitet.
Musk behauptet, dass seine frühen Investitionen und strategischen Weichenstellungen entscheidend für den aktuellen Erfolg waren, und er sieht sich berechtigt, an der Wertsteigerung teilzuhaben.
Elon Musk fusioniert xAI und SpaceX
Um seine eigene KI-Vision zu verwirklichen, gründete Musk 2023 sein eigenes KI-Unternehmen: xAI. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz, die laut Musk „die wahre Natur des Universums verstehen“ soll. Das Unternehmen wuchs in kurzer Zeit rasant und hat inzwischen eine beträchtliche Bewertung erreicht.
Anfang dieses Monats fusionierte Musk xAI mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX. Die neue Kombination wird mit 1.250 Milliarden US-Dollar bewertet. Mit der Fusion will Musk KI-Berechnungen aus dem Weltraum ermöglichen, was seiner Meinung nach kostengünstiger und innovativer ist als auf der Erde.
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