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OpenAI durchläuft erneut eine große Transformation. Das KI-Unternehmen hinter ChatGPT erhält mit Unterstützung von Microsoft eine neue Rechtsstruktur, die die Zukunft der Künstlichen Intelligenz (KI) grundlegend verändern könnte. Zugleich versilbert Microsoft seine Milliardeninvestition, muss dafür jedoch auf einige Exklusivrechte verzichten.
In einem offiziellen Blogbeitrag kündigte OpenAI an, fortan als sogenannte Public Benefit Corporation (PBC) zu operieren. Das ist eine hybride Rechtsform in den USA, bei der Unternehmen Gewinne erzielen dürfen, zugleich aber einem gesellschaftlichen Zweck verpflichtet sind. Laut OpenAI bietet diese Form mehr Spielraum, Kapital einzuwerben und neue Partnerschaften einzugehen – auch jenseits von Microsoft.
Als OpenAI 2015 gegründet wurde, mit Elon Musk als Mitgründer, war das Unternehmen noch eine Non-Profit-Organisation. 2019 änderte sich das mit der Einführung einer kommerziellen Sparte. Diese arbeitete mit einem ‘Capped-Profit’-Modell: Investoren durften Gewinne erzielen, jedoch nur bis zu einer festgelegten Obergrenze. So versuchte OpenAI, Geld einzuwerben, ohne seine Ideale aufzugeben.
Die Umstrukturierung bringt OpenAI nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch eine enorme Bewertung: 500 Milliarden Dollar. Microsoft hat seinen Anteil daran nun offiziell mit 135 Milliarden Dollar bewertet. Das ist fast das Zehnfache der ursprünglichen Investition von 13,8 Milliarden Dollar.
Doch nicht alles ist ein Vorteil. Microsoft verliert nämlich einige Exklusivrechte. So steht es nicht länger an erster Stelle für zukünftige Cloud-Deals mit OpenAI. Im Gegenzug verpflichtet sich OpenAI jedoch, Cloud-Dienste im Wert von 250 Milliarden Dollar bei Microsoft abzunehmen.
Microsoft behält jedoch bis mindestens 2032 exklusiven Zugriff auf OpenAIs fortschrittlichste KI-Modelle, die sogenannten ‘Frontier-Modelle’. Außerdem darf es eigenständig an Künstlicher Allgemeiner Intelligenz (AGI) weiterarbeiten – mit oder ohne Hilfe von OpenAI.
Als ob das nicht genug wäre, stellte OpenAI vergangene Woche auch einen neuen KI-Browser vor: Atlas. Dieser smarte Browser kann sich merken, was man tut, und sogar eigenständig Aufgaben über einen integrierten ‘Agentenmodus’ ausführen.
Das birgt jedoch Risiken. Laut Experten ist Atlas anfällig für sogenannte Prompt-Injection-Angriffe. Damit könnten Hacker Zugriff auf persönliche Daten — oder schlimmer noch: auf Krypto-Wallets — erlangen. Die Empfehlung ist daher klar: Atlas vorerst nicht für Krypto-Transaktionen nutzen.
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