Der Bitcoin-Kurs erlebte gestern erneut einen massiven Anstieg und näherte sich der Marke von 98.000 Dollar. Mit diesem Anstieg setzt Bitcoin vor allem den positiven Start ins Jahr 2026 fort. Langsam aber sicher scheint sich für Bitcoin ein Momentum zu entwickeln, allerdings befindet sich der Kurs nun an einem entscheidenden Punkt.
Wichtige Kursniveaus rücken für Bitcoin in den Fokus
Mit den Kursanstiegen von gestern hat Bitcoin entscheidende Kursniveaus erreicht. Dass kurzfristig ein kräftiger Impuls besteht, ist offensichtlich. Doch um tatsächlich höhere Kurse zu erreichen, bedarf es weiterer Belege. Diese könnten wir in der untenstehenden Grafik finden.

Hier sehen wir eine wichtige „Wolke“ gleitender Durchschnitte für Bitcoin. Während der Hausse der letzten Jahre bildeten diese Kursmittel einen bedeutenden Halt, doch gegen Ende 2025 verlor Bitcoin diesen.
Aktuell scheint der Kurs den Versuch zu unternehmen, diese zurückzuerobern. Der erste Durchschnitt bei 96.000 Dollar wurde „zurückerobert“, während der zweite Durchschnitt bei 101.000 Dollar noch unberührt ist. Es gilt nun, dass Bitcoin über diesem Niveau bleibt und nicht, wie 2022 geschehen, zurückgewiesen wird.
Insofern befindet sich Bitcoin in einer spannenden Phase, die entscheidend für den weiteren Verlauf von 2026 sein könnte. Positiv ist, dass durch diesen Kursanstieg wieder etwas Optimismus in den Markt zurückzukehren scheint.
Bitcoin trotzt gestiegener Inflation in den USA
Die Kursrally von Bitcoin ist bemerkenswert im Kontext der gestern veröffentlichten Inflationsdaten. Der Erzeugerpreisindex (PPI) erreichte 3,0 Prozent, während der Markt von 2,7 Prozent ausging. Der PPI gilt oft als Vorläufer des Verbraucherpreisindex (CPI), da Produzenten ihre Preissteigerungen letztlich an die Verbraucher weitergeben müssen.
Theoretisch bedeutet eine höhere Inflation, dass die US-Notenbank eine restriktivere Geldpolitik verfolgen wird. Dies sollte die Liquidität, also die Menge des ins System fließenden Kapitals, hemmen, was normalerweise einen negativen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs hat.
Für Bitcoin war jedoch vorteilhaft, dass eine Zinssenkung der US-Notenbank im Januar von den Märkten bereits als praktisch ausgeschlossen angesehen wurde. Daher hat dies kurzfristig wenig Einfluss auf die Zinspolitik der Notenbank und somit auf den Bitcoin-Kurs.
Zugleich gab es erneut keine Entscheidung eines US-Gerichts über die Gültigkeit der Trump-Zölle. Auch das hat Bitcoin kaum beeinflusst, wodurch die Kursanstiege vor allem auf die Stärke im Markt selbst zurückzuführen sind. Es scheint, als beginne Bitcoin vorsichtig, wieder Momentum aufzubauen.
Michael Saylor warnt: Fiatgeld überlebt im Schnitt nur 27 Jahre
Michael Saylor verweist auf 300 Jahre gescheiterter Fiatwährungen und sieht in Bitcoin weltweit eine knappe Alternative – trotz des heute schwachen Bitcoin-Kurses.
Warum sich der Bitcoin-Kurs trotz Rückenwind halbierte
Bitcoin hat seit dem Rekordhoch von 126.000 Dollar die Hälfte seines Werts verloren. Drei Faktoren erklären den Rückgang – ein Skandal gehört nicht dazu.
Strategy als Zeitbombe? Experten warnen vor Bitcoin-Risiko
Michael Saylor steht erneut in der Kritik. Analysten fürchten, dass die Bitcoin-Strategie von Strategy bei einem erneuten Marktcrash anfällig ist.
Meistgelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
XRP: Analyst hält Anstieg auf 42 Dollar für möglich – doch eine Hürde bleibt
Ein Krypto-Analyst sieht bei XRP ein historisches Muster zurückkehren und nennt 42 Dollar als langfristiges Kursziel – vorausgesetzt, ein wichtiger Widerstand wird zuvor überwunden.
