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Bitcoin (BTC) hat am Wochenende zugelegt und dürfte vor allem von neuen Friedensgesprächen zwischen Iran und den USA profitiert haben. Katar bemüht sich, eine erneute Eskalation zu verhindern. Dadurch ist die Kriegsrisikoprämie im Ölpreis teilweise gesunken. Auch an der Wall Street greifen Anleger nach den massiven Verlusten vom vergangenen Freitag wieder zu.
Die größte Kryptowährung hat zwei positive Handelstage hinter sich. Am Samstag stieg der Kurs um 0,37 Prozent, gestern folgte ein Plus von 1,02 Prozent.

Das Kursniveau vor dem Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance hat Bitcoin allerdings noch nicht wieder erreicht. Am Donnerstagabend erbeuteten Hacker dort mehr als 6 Milliarden Dollar. Es gilt als der größte Diebstahl in der Geschichte der Kryptobranche.
Gemessen an der Höhe der Beute blieb der Kursrückgang jedoch auffallend begrenzt. Binance hat inzwischen rund 95 Prozent der Gesamtsumme wiederhergestellt. Nutzer können ihre Guthaben wieder regulär abheben. Davon haben sie in großem Umfang Gebrauch gemacht: Innerhalb von 24 Stunden flossen 4,5 Milliarden Dollar ab.
In der Nacht erreichte Bitcoin ein Hoch von 78.750 Dollar und lag damit rund 3,5 Prozent über dem Zwischentief vom Freitag bei 76.150 Dollar. Als wichtigster Grund für die Erholung gelten die Fortschritte im Nahen Osten.
In den vergangenen drei Tagen fanden als positiv bewertete Gespräche statt. Die Vermittler arbeiten daran, die verbleibenden Differenzen zwischen beiden Ländern auszuräumen und auf ihre jeweiligen Bedenken einzugehen.
Iran hat einen Plan vorgelegt, um die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden wieder zu öffnen, bleibt gegenüber Trumps Absichten aber äußerst skeptisch. Unterdessen drängt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Trump dazu, Iran nach den Zwischenwahlen erneut anzugreifen.
Der Preis für Brent-Öl lag zum Handelsauftakt gut 2 Prozent niedriger und dämpft damit die Inflationssorgen etwas.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit genau zwischen zwei wichtigen Kurszonen. Zwischen etwa 80.000 und 81.000 Dollar trifft er auf Widerstand. Die Zone um 76.000 Dollar muss dagegen als Unterstützung halten.
Bitcoin hat sich vom exponentiellen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt nach oben abgesetzt und notiert inzwischen auch wieder über dem 100-Tage-Durchschnitt. Damit rücken nun die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 20 und 50 Tage in den Fokus.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert Bitcoin bei 78.090 Dollar und damit 0,27 Prozent höher als vor 24 Stunden.
Ethereum (ETH) legt derzeit um 0,62 Prozent zu, während Ripple (XRP) und Solana (SOL) jeweils gut 1 Prozent im Minus liegen. NEAR Protocol (NEAR) zählt mit einem Minus von 4,98 Prozent zu den größten Verlierern am Markt.
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