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Der Bitcoin-Kurs erlebte schwierige 24 Stunden. Nach einem Rückgang von gut 1,5 Prozent fiel Bitcoin auf rund 77.000 US-Dollar. Auslöser waren ein robust ausgefallener Bericht zu den Erzeugerpreisen (PPI), ein Ölpreis von 107 US-Dollar je Barrel und erneut steigende Anleiherenditen.

Das Schwierige an der aktuellen Lage ist die hohe Unsicherheit. Anleger tun sich schwer, die Folgen der rasant steigenden Anleiherenditen einzuschätzen, die weltweit die höchsten Niveaus seit Jahrzehnten erreicht haben.
Gleichzeitig sprang der Brent-Ölpreis gestern auf 107 US-Dollar je Barrel, auch der WTI-Preis stieg über die Marke von 100 US-Dollar. Donald Trump betont unterdessen weiter, dass er den Krieg mit dem Iran nicht bereue.
Das muss er politisch allerdings behaupten; andernfalls würde er kurz vor den Zwischenwahlen in den US-Medien einen Gesichtsverlust riskieren. Das kann sich Trump derzeit nicht leisten.
Auch die gestrigen PPI-Daten aus den USA lieferten keine Entlastung. Die Erzeugerpreisinflation liegt deutlich über der angestrebten Marke von 2,0 Prozent. Im Fokus steht nun der Verbraucherpreisindex (CPI), der heute Nachmittag veröffentlicht wird.
Am kommenden Mittwoch folgt dann der Zinsentscheid der US-Notenbank.
Steigende Zinsen bedeuten kurzfristig Gegenwind für Bitcoin. Im Kern konkurriert Bitcoin mit US-Staatsanleihen. Bitcoin wirft keine Zinsen ab, Dollar-Anlagen wie Staatsanleihen dagegen schon.
Wenn die Renditen steigen, verschärft sich dieser Wettbewerb. Kurzfristig ist das daher ein Belastungsfaktor für Bitcoin.
Auf etwas längere Sicht könnte sich die Lage anders darstellen. Denn damit steigen auch die Zinskosten der US-Regierung auf die Staatsschuld von 40 Billionen US-Dollar. Das vergrößert wiederum die Haushaltsdefizite, wodurch die Schulden weiter wachsen.
Am Ende könnte daraus zusätzliche Inflation entstehen. Das ist allerdings eine langfristige Perspektive. Vorerst bleibt die Lage für die Finanzmärkte schwierig.
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