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Die amerikanische Bankriese JPMorgan Chase wird ab 2026 direkte Verbindungen zwischen Bankkonten und Wallets der Krypto-Börse Coinbase herstellen. Mit diesem Schritt vollzieht die Bank eine bemerkenswerte Wendung hin zur Kryptobranche, die zuvor gerade vom traditionellen Finanzsystem ausgeschlossen wurde.
Laut JPMorgan bietet die neue ‘Bank-zu-Wallet-Verbindung’ Kunden die Möglichkeit, Krypto mit dem vertrauten Gefühl ihrer eigenen Bankumgebung zu bezahlen. Zahlungen erfolgen direkt, aber auch das Auffüllen des Coinbase-Kontos mit einer Chase-Kreditkarte oder das Einsetzen von Sparpunkten wird möglich.
Dieser Schritt bedeutet eine deutliche Kursänderung im Finanzsektor. Wo Banken vor einigen Jahren noch bewusst Abstand von Krypto hielten, entsteht unter der aktuellen Regierung gerade mehr Raum für Zusammenarbeit. „Die Grenze zwischen traditionellen Finanzen und Krypto existiert einfach nicht mehr,“ stellt Zaheer Ebtikar von Split Capital fest.
Die Zusammenarbeit markiert eine auffällige Wendung von JPMorgan hin zu Krypto. Noch keine zehn Jahre zuvor kritisierte CEO Jamie Dimon Krypto scharf, indem er es als ein ‘Ponzi’-Schema bezeichnete und Bitcoin (BTC) als „heiße Luft“ abtat. Inzwischen unterstützt die Bank sogar Spot Bitcoin- und Ethereum (ETH)-ETFs als Sicherheit für Darlehen.
„Die Trennlinie zwischen Krypto und traditionellen Finanzen ist verschwunden,“ sagt Zaheer Ebtikar von Split Capital.
Laut Melissa Feldsher, Leiterin Innovation bei JPMorgan, gibt die Zusammenarbeit den Kunden vor allem „mehr Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft“.
Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. ETF-Analyst Eric Balchunas warnt vor möglicherweise hohen Transaktionskosten. „Warum sollte man unschuldige Anleger zu absurd hohen Provisionen von 1,4 Prozent locken, jedes Mal, wenn sie Krypto kaufen?“, fragt er.
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