Der Bitcoin-Kurs stürzte kürzlich auf 91.000 Dollar ab, aber laut der Investmentbank JPMorgan ist das kein Grund zur Panik. Die Analysten der Bank halten an ihrem Kursziel von 170.000 Dollar fest, trotz der jüngsten Korrektur auf dem Kryptomarkt.
Bitcoin-Kurs tief im roten Bereich
Nach einem Rekordhoch von über 120.000 Dollar ist der Bitcoin-Kurs in wenigen Wochen um Zehntausende Dollar gefallen. Dennoch sieht JPMorgan basierend auf ihrem Goldvergleichsmodell Potenzial für einen Anstieg auf 170.000 Dollar innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Laut der Bank bleibt der langfristige Wert von BTC bestehen, selbst mit der erhöhten Volatilität.
Das Modell vergleicht die Marktkapitalisierung und Volatilität von Bitcoin mit jener von Gold und leitet daraus eine theoretische Bewertung von BTC als „digitales Gold“ ab.
MicroStrategy als entscheidender Faktor
Ein bemerkenswerter Faktor im Bericht ist die Rolle von Strategy (ehemals MicroStrategy), dem Unternehmen von Michael Saylor, das beeindruckende 650.000 BTC besitzt. Der Markt beobachtet das Verhältnis zwischen dem Börsenwert des Unternehmens und seinen Bitcoin-Reserven (mNAV) genau. Dieses Verhältnis liegt derzeit bei 1,13 – knapp über der kritischen Grenze von 1,0.
Sinkt das Verhältnis unter dieses Niveau, steigt die Wahrscheinlichkeit eines erzwungenen Verkaufs von BTC. Doch dank eines Reservefonds von 1,4 Milliarden Dollar scheint diese Gefahr derzeit abgewendet.
Am 15. Januar wird MSCI über die Aufnahme der Aktie in seine Indizes entscheiden. Laut JPMorgan ist ein Ausschluss bereits eingepreist, während ein unerwartet positives Ergebnis eine starke Erholung auslösen könnte.
Miningkrise in China und hohe Kosten drücken Kurs
Die Analysten weisen auch auf den Druck hin, dem Bitcoin-Miner als Ursache für den jüngsten Crash ausgesetzt sind. In China werden Miner erneut unter Druck gesetzt, während andernorts hohe Energiekosten bei weniger effizienten Parteien für Verkaufswellen sorgen.
JPMorgan senkte seine Schätzung der Produktionskosten von Bitcoin von 94.000 auf 90.000 Dollar, aufgrund einer sinkenden Hashrate und einer geringeren Mining-Schwierigkeit. Ein anhaltender Kurs unter den Produktionskosten könnte zu einer negativen Spirale führen, wie es 2018 der Fall war.
Derivatemarkt stabilisiert sich
Schließlich signalisieren die Analysten, dass die Korrektur auf dem Derivatemarkt größtenteils überstanden ist, insbesondere im Bereich der Perpetual Futures. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Tiefpunkt des Panikverkaufs erreicht ist und sich der Markt auf eine Erholung vorbereitet.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs bei 81.000 Dollar – am Nachmittag kommen Jobdaten
Der Bitcoin-Kurs ist gestern kräftig gestiegen. Was steckt dahinter? Das sind die möglichen Gründe für den Kursanstieg von Bitcoin.
Arthur Hayes sieht Bitcoin bei 1 Million Dollar – doch Ethereum ist sein Favorit
Arthur Hayes hält einen Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 1 Million Dollar für möglich, sieht derzeit aber größere Chancen bei Ethereum.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin schafft entscheidenden Sprung, XRP legt 9 % zu
Bitcoin und der übrige Kryptomarkt legen kräftig zu. Ist das der Auftakt zu einem neuen Bullenmarkt?
Meistgelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
