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Iran will vorerst nicht mit Donald Trump an den Verhandlungstisch. In Teheran wird sogar offen dafür plädiert, den US-Präsidenten einfach auszusitzen.
Damit rückt die Einigung, auf die die Finanzmärkte seit Langem warten, weiter in die Ferne. Der Ölpreis zieht wieder an und setzt Bitcoin (BTC), Aktien und Edelmetalle unter Druck.
Majid Shakeri, Berater von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, rechnet nicht mit einer Einigung. Das schrieb er gestern auf der Social-Media-Plattform X; iranische Medien verbreiteten dieselbe Botschaft in Videobeiträgen.
„Trump wird mit uns keine Einigung erzielen“, sagte er demnach. „Wir machen so lange weiter, bis seine Amtszeit endet.“
Diese Amtszeit läuft am 20. Januar 2029 aus, also erst in knapp zweieinhalb Jahren. Öffentlich zu bestätigen, dass verhandelt werde, bezeichnet Shakeri als Fehler, weil dies vor allem Trump politisch nutzen würde.
Die offizielle Linie klingt moderater, läuft aber auf dasselbe hinaus. Außenminister Abbas Araghchi sagte am Sonntag, Gespräche könnten erst stattfinden, wenn Washington die Rahmenvereinbarung vom Juni einhalte und Iran für deren Verletzung entschädige. Donald Trump erklärte gestern allerdings, aus seiner Sicht müsse Iran selbst Wiedergutmachung leisten.
Sprecher Esmaeil Baqaei wies gestern erneut zurück, dass es direkten Kontakt gebe. Botschaften würden ihm zufolge ausschließlich über Vermittler ausgetauscht.
Am Wochenende schrieb zudem The Wall Street Journal, Trump könnte bereit sein, den Krieg auch ohne Atomabkommen zu beenden, sofern die Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet wird.
Die vorläufige Vereinbarung vom Juni war der Deal, der die für den Ölhandel zentrale Meerenge öffnete. Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian unterzeichneten sie am 17. Juni. Danach hob die US-Seite die Seeblockade auf, und Iran ließ Handelsschiffe 60 Tage lang zollfrei passieren.
Innerhalb dieser 60 Tage sollte ein endgültiges Friedensabkommen stehen. Doch die Waffenruhe wurde bereits Anfang Juli nach neuen gegenseitigen Angriffen für gescheitert erklärt. Die Seeblockade trat am 14. Juli wieder in Kraft; seither hält die US-Marine erneut Schiffe von und zu iranischen Häfen auf.
Ihre Aufhebung steht auf der Liste der Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Washington verlangt hingegen zunächst eine Einigung über die Meerenge, bevor es seine Marine zurückzieht.
Eine Klausel greift Teheran allerdings auf. Die künftige Verwaltung der Schifffahrtsroute darf Iran selbst regeln, in Abstimmung mit Oman und den Golfstaaten. Genau darüber wird seit vergangener Woche verhandelt.
Der stellvertretende Parlamentspräsident Ali Nikzad sagte, die Meerenge werde nicht zum Zustand vor dem Krieg zurückkehren. Maßgeblich seien nur Routen, die von Iran und Oman anerkannt würden; eine militärische Lösung gebe es nicht.
WTI-Öl verteuerte sich gestern um 5,1 Prozent auf 82,13 Dollar je Barrel, Brent-Öl legte um 5 Prozent auf fast 87 Dollar zu. Seit vergangenem Mittwoch steht Brent 12 Prozent höher.

Ausgerechnet an diesem Tag hatte der Markt einen Boden ausgebildet, nachdem bekannt geworden war, dass Iran und Oman kurz vor einer Einigung standen. Anleger setzten auf eine Wiederöffnung; diesen Optimismus preisen sie nun wieder aus.
Durch die Meerenge fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls. Teureres Öl bedeutet höhere Preise für Benzin und Diesel. Dadurch steigen die Transportkosten, die Unternehmen an die Verbraucher weitergeben.
Die US-Notenbank steckt damit in der Klemme. Während der Arbeitsmarkt Unterstützung in Form einer Zinssenkung gebrauchen könnte, ist das wegen der höheren Inflation derzeit schlicht keine Option.
Der Markt fürchtet vielmehr Zinserhöhungen, um die Inflation einzudämmen. Dadurch fließt allerdings kein zusätzlicher Liter Öl durch die Schifffahrtsroute.
Mit höheren Zinsen schadet sich Amerika wegen der enormen Staatsverschuldung und der Zinslasten zudem selbst. Und weil sichere Staatsanleihen attraktiver werden, haben Anleger weniger Anlass, Risiken einzugehen.
Seit dem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht vom Freitag rechnet der Markt nicht mehr mit einer Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung im September. Das könnte sich jedoch wieder ändern, wenn der Verbraucherpreisindex (CPI) morgen höher ausfällt als erwartet.
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Trump stellt neue Forderungen an den Iran und schmälert damit die Aussicht auf eine schnelle Einigung über die Straße von Hormus, während die Ölpreise weiter steigen.
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